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Notfunk

Seit den späten 90er Jahren ist die mobile Telekommunikation immer selbstverständlicher geworden. Statistisch gesehen hat heute jeder Einwohner Deutschlands 1,57 Mobiltelefone (Stand 2016). Früher waren die ersten C-Netz-Telefone noch groß und unhandlich und heute ist das Smartphone nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken.

Doch nun stellen Sie sich mal vor in ganz Freiburg würde der Strom ausfallen! Sicher denken Sie sich jetzt: „Macht doch nichts, mein Smartphone hat einen Akku“ Das ist soweit ja korrekt, aber jedes Smartphone ist natürlich auch auf eine Gegenstation angewiesen, den sogenannten Funkmasten. Diese haben jedoch meist nur eine kleine Pufferung und können somit auch mehrere Stunden weiter betrieben werden, was für einen „normalen“ Stromausfall, der meist in weniger als einer Stunde behoben ist, reichen wird.

Versuchen Sie doch mal bei einem Stromausfall auch vom Festnetzanschluss zu telefonieren während eines Stromausfalles. Durch die zunehmende Umstellung auf die IP-Telefonie wird es nahezu unmöglich dies zu tun, denn ohne Strom funktioniert der Router auch nicht mehr.

Und genau da kommt der Amateurfunk ins Spiel, denn wir können auch beim Stromausfall mit unseren Funkgeräten weiter kommunizieren und so die Hilfsorganisationen wie Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, Deutsches Rotes Kreuz usw. unterstützen und die Kommunikation zwischen kritischen Punkten wie Polizeirevieren, Krankenhäusern, Rettungshubschrauber etc. aufrecht erhalten.

Wo kommt der Strom her fragen Sie sich sicher jetzt. Viele Ortsverbände halten vollgeladene Autobatterien oder gar ganze Stromaggregate mit passendem Benzin bereit um im Ernstfall gewappnet zu sein.

Viele Funkamateure bauen sich in vielen Arbeitsstunden einen sogenannten Notfunkkoffer, der alles beinhaltet um für den Ernstfall gerüstet zu sein. Wie zum Beispiel dieser hier, der eine vollwertige UKW-Station inkl. Stromversorgung für den regionalen Funkverkehr beinhaltet:

Oder hier noch der beispielhafte Aufbau einer Kurzwellen-Station für den Weitverkehr und Datenübertragung:

Zu guter Letzt noch einen kleinen Einblick in eine Notfunkübung auf dem Kandel, dem Hausberg von Waldkirch in luftigen 1241m über NN:

Weitergehende umfangreiche Informationen finden Sie auf Wikipedia unter
https://de.wikipedia.org/wiki/Notfunk