Springe zum Inhalt

Aktuelles

Sichere Funkverbindungen vom Kaiserstuhl über den Kandel bis zum Klippeneck!

Wenn es auf sichere Kommunikation ankommt, sind sie da: Die Funkamateure! Hierfür unterhält der Dachverband der Funkamateure, der Deutsche Amateur-Radio-Club (DARC), eigens ein Notfunkreferat, dass durch die Notfunkbeauftragten in den einzelnen Ortsverbänden gespeist wird. Damit in Katastrophenfällen die Kommunikation nicht versagt, stehen die speziell ausgebildeten und mit vom Stromnetz autarker Funktechnik ausgestatten Notfunker den professionellen Funkdiensten gerne zur Seite. Und damit der Funkbetrieb im Krisenfall auch funktioniert, wird dies explizit in besonderen Übungen geprobt. 

Sicherheit per Sprech- und Datenfunk!

So am Samstag vor dem Muttertag, als sich die Breisgauer Ortsverbände Freiburg (A05) mit ihrem Notfunkbeauftragten Alexander Brüske mit Rufzeichen DL1AFA, der Ortsverband Markgräflerland (A47) und sein Notfunkreferent Joachim Lemke mit Rufzeichen DG4GJL und der Ortsverband Kaiserstuhl (A33) und sein Notfunkreferent Fred Späthe mit Rufzeichen DO2GF sowie die weiteren Aktiven zu der von den Ortverbänden Rottweil (P10) und Tuttlingen (P13) organisierten Notfunkübung einfanden. Die Notfunkspezialisten von A 47 überraschten die Besucher der Hochrainbuckhütte in Bötzingen am Kaiserstuhl mit ihrem speziellen Notfunkanhänger, aus dem dann per Funk seltsamste Szenarien zu hören waren: Das zum Beispiel die öffentliche Kommunikation wegen eines starken Gewitters ausgefallen war und sogar eine Fliegerbombe vom 2. Weltkrieg durch das angenommene Hochwasser am Rhein hochgespült worden sei und bei der Entschärfung explodierte. Diese fiktive Notsituation musste dann zur Koordinierung der Hilfskräfte an die Funkleitstation auf dem Klippeneck oberhalb von Denkingen weitergeleitet werden. Da aber eine direkte drahtlose Verbindung vom Kaiserstuhl zum Klippeneck nicht so einfach herzustellen ist, wurden die auf dem Kandel aktiven Notfunker des Freiburger und Emmendinger Ortsverbandes (A16) als Zwischenstation aktiviert. Dort staunten die Besucher des Waldkircher Hausberges dann ebenfalls nicht schlecht, als sie die sich in den Himmel reckenden Masten und Antennen neben den verschiedenen Funkwagen entdeckten. Im sogenannten „Cross-Band-Betrieb“, bei dem sowohl das 2 Meter UKW-Band als auch das 70 Zentimeter-UKW-Band im Funkverkehr involviert sind, konnten dann die Meldungen sicher an die Leitstation abgesetzt werden. Ebenfalls kamen die modernen Datenübertragungssysteme „WinLink“ und „Olivia“ auf der Kurzwelle zum Einsatz. Und sogar die Schulfunkstation der Georg-Kerchensteiner-Schule in Müllheim (DK0GSM) beteiligte sich mit Stephan Denzer (DH0GDE) und Oskar Preg (DG6GU) am Mikrofon aktiv an der regionalen Übung. Ein Teil der Funker nahm noch zusätzlich an der bundesweiten 24-Stunden Notfunkübung am Samstag sowie am Muttertagssonntag teil. 

Resümee: Für den Ernstfall gerüstet!

Letztendlich waren sämtliche beteiligten Funkamateure, wie Joachim Lemke - DG4GJL, Sascha Raunitschke - DL1GRC, Rawan Werner – DF7RW, Tobias Holzreiter – DF8TH, Fred Späthe – DO2GF, Markus Wallschlag – DH5WM, Matthias Golla – DO4MAG, Alexander Gehri – DB8TA, Stephan Denzer – DH0GDE, Oskar PReg – DG6GU, und Marvin Rüther, mit dem Ergebnis der Übung zufrieden. Sie und andere mehr stehen für Hilfe im Ernstfall bereit, den sich aber niemand von den Funkern herbeisehnt.

Horst Garbe (DK3GV), Pressewart des Amateurfunkortsverbandes Freiburg, A05 

Fotounterschriften: 

Foto 1 von Michael Bähr, DL6GD: 

Die Neuenburger und Breisacher Funkamateure waren mit dem Notfunkanhänger auf den Bötzinger Höhen aktiv.

Foto 2 von Hartwig Kauschat DL7BC:

Sichere Verbindungen vom Kandel zum Klippeneck garantierten die Freiburger Funkamateure: Marvin Rüther, Markus Wallschlag, Alexander Gehri und Alexander Brüske (von links)!

„Tage der offenen Hangartore“ auf dem Freiburger Flugplatz

Funkamateure demonstrierten Völkerverständigung und Technik

Am Wochenende des 16. und 17. Juni hatten die auf dem Flugplatz Freiburg befindlichen Vereine die Öffentlichkeit zu den „Tagen der offenen Hangartore“ eingeladen. Mit dabei natürlich auch die Mitglieder des Ortsverbandes Freiburg (A05), organisiert im Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC). Schließlich befindet sich ihr Zuhause, das „Walter-Pfister-Clubheim“, ebenfalls auf dem Flugplatzareal. Zu erkennen an dem großen Antennenmast. 

Vom Morsen bis zum digitalen Funk

Und so machten die rund 10 an dieser Aktion beteiligten Funker gleich zu Beginn des Eingangs zahlreiche Besucher neugierig auf ihr Hobby. Am Samstag war dies vor allem die Präsentation des Weltkulturerbes „Morsen“, gefolgt am Sonntag vom Sprechfunk. Trotz derzeit nicht so günstiger Bedingungen konnten doch zahlreiche Kontakte europaweit und darüber hinaus getätigt werden. Und mitunter hörte man auch einige der Sonderfunkstationen aus Anlass der Fußballweltmeisterschaft, begehrte Kontakte, die mit einer speziellen Bestätigungskarte belohnt werden. Und ohne Computer geht es heute bei den Funkamateuren auch nicht. Sei es, dass die Funkgeräte darüber gesteuert werden, sei es, dass damit moderne digitale Datenübertragungsverfahren, die den guten alten Fernschreiber schon lange abgelöst haben, stattfinden. Große Begeisterung lösten zudem die bewegten Bilder an den aufgestellten Monitoren aus: Zeigten sie doch per Amateurfunkfernsehen (ATV) Livebilder aus dem Rundflughelicopter, der seine Runden nicht nur über Freiburg, sondern bis hinein in die Schwarzwaldtäler drehte. 

Wenn das Hobby Menschen zusammenführt

Und immer wieder galt es jungem und alten Publikum zu erklären, was die Faszination Amateurfunk ausmacht, sei es, das Basteln und Bauen elektronischer Bausätze oder die völkerverbindenden Kontakt rund um den Globus. Näheres zu den Funkamateuren erfährt man jeden Freitag ab 19:30 Uhr bei den jeweiligen Treffen oder vorab schon einmal unter http://wp.dk0fr.de/.   

Horst Garbe (DK3GV), Pressewart des DARC-Amateurfunkortsverbandes Freiburg, A05

 

Während die Funkamateure Peter Eppich mit Rufzeichen DK6PT und Marvin Rüther (DK2MX, vorne von links) in Kontakt mit der Welt standen, erklärte der Ortsverbandsvorsitzende Markus Wallschlag (DH5WM, hinten – Mitte) den interessierten Gästen die hinter den Livebildern aus dem Hubschrauber steckende Funktechnik.

 

Begeisterten die zahlreichen Besucher: Livebilder aus dem Helicopter mit dem Kennzeichen „D-Hund“!

Text und Fotos stehen zur freien presserechtlichen Verwertung zur Verfügung

Im Rahmen der „Heimattage Baden-Württemberg“ hat am Sonntag, den 10. Juni, der „Tag der Helfer“ in der Waldkircher Innenstadt stattgefunden. Hierzu demonstrierten zahlreiche Hilfsorganisationen von der Polizei über die Freiwillige Feuerwehr (FFW), dem Technischen Hilfswerk (THW), der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) bis hin zu den Funkamateuren des Deutschen Amateur-Radio-Clubs (DARC) aus Freiburg und dem Breisgau ihre Hilfsmöglichkeiten im Katastrophen- oder Notfall. Hierzu machten zur Eröffnung der Veranstaltung Staatssekretär Julian Würtenberger aus dem Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration in Baden-Württemberg sowie Waldkirchs Oberbürgermeister Roman Götzmann deutlich, wie wichtig die Organisationen sind und das es ohne die dort engagiert tätigen ehrenamtlichen Helfer nun einmal nicht geht!

Breisgauer Funkamateure sorgen im Notfall für sichere Kommunikation

Für die Funkamateure hatten sich die Notfunkreferenten und Notfunkspezialisten der Amateurfunkortsverbände Freiburg (A05), Kaiserstuhl (A33) und Markgräfler Land (A47) eingefunden. Letztere vertreten mit ihrem eigens für Notsituationen funktechnisch optimierten Fahrzeuganhänger! Und so staunten Staatssekretär Julian Würtenberg, Oberbürgermeister Roman Götzmann, der Bundestagsabgeordnete Peter Weiß und Stadtrat Christian Ringwald nicht schlecht, als ihnen der Freiburger Notfunkreferent Alexander Brüske mit Rufzeichen DL1AFA die Besonderheiten des Funkanhängers und der ausgestellten Notfunkkoffer näher brachte. Vom Netzstrom autarker Funk ergänzt um Antennenmasten mit Verbindungsmöglichkeiten auf Kurzwelle und UKW. Letztendlich machte Brüske deutlich, dass die Funkamateure mit ihrer Technik und ihren Möglichkeiten in Notsituationen den professionellen Diensten bei Kommunikationsproblemen hilfreich zur Seite stehen. Damit dies auch funktioniert, halten die Funkamateure regelmäßig Notfunkübungen ab, an denen sie zahlreiche Katastrophenszenarien durchspielen. An diesem Tag sorgten zudem der Notfunkbeauftragte Joachim Lemke (DG4GJL) vom Ortsverband Markgräfler Land, gleichzeitig auch DRK-Aktiver, und seine Mitstreiter Oskar Preg (DG6GU) und Sascha Raunitschke (DG4GJL) für aktiven Funkbetrieb. Sie brachten unter dem Rufzeichen „DK0EM“, wobei EM für den Kreis Emmendingen steht, den sogenannten Sonderdistrikts- und Ortskenner „HTWK18“ für die „Heimattage Waldkirch 2018“ in die Luft.

Horst Garbe, Pressewart des Amateurfunkortsverbandes Freiburg A05

Beliebtes Objekt: Der „Heiße Draht“!

Der Notfunkbeauftragte des Ortsverbandes Kaiserstuhl Fred Späthe (DO2GF) erfreute zudem zusammen mit Funkamateur Markus Finken (DO5MAF) im Rahmen der Helfertagkinderrallye die zahlreichen kleinen Gäste mit dem „Heißen Draht“! Hier galt es, mit möglichst wenig Pieptönen einen Draht mit ruhiger Hand und der elektrisch angeschlossenen Schlaufe zu umfahren. Letztendlich passend zum Amateurfunk, wird doch in deren Kreisen mehr als gerne elektronisch gebastelt. Zur Belohnung gab es den Rallyestempel und zudem noch Süßes zum Naschen.

 

Wir berichteten vor nicht allzu langer Zeit vom Umbau von DB0FRB. Der DAPNET Sender ist nun fertig und in den Regelbetrieb übergegangen.

Also holt eure Pager aus den Schublade und lasst sie piepsen. Der Sender reicht im Norden bis nach Waldkirch. Für den Süden fehlen leider noch ein paar Tests bzw. Berichte.

 

Wegen erhöhter Nachfrage nach DMR im Freiburger Umkreis hat Alex DL1AFA beschlossen den D-Star-Repeater DB0FRB umzubauen. Dieser bekommt jetzt ein sogenanntes MMDVM (Multi Mode Digital Voice Modem) und wird dann in Zukunft DMR und D-Star auf 439.5625 MHz übertragen.

In spätestens 4 Wochen soll der neue Repeater dann on Air gehen. Ein großer Dank geht schon jetzt an alle Spender, die das Relais unterstützen und somit den Umbau erst möglich gemacht haben.

Weiter ist auch noch der Aufbau eines DAPNET-Senders geplant. DAPNET basiert auf dem POCSAG-Protokoll und ist quasi die Weiterentwicklung des alten Funkruf-Netzes. Also könnt ihr demnächst eure alten Skyper, die in der Schublade verstauben rausholen und kräftig Nachrichten verschicken.

Wir werden wieder berichten wenn einer der Sender fertiggestellt ist.

Auf den technischen Spuren der Schauinslandbahn

Nahe Freiburg führt die bereits im Juli 1930 eröffnete erste Großkabinenumlaufseilbahn auf Erden zum Gipfel des Berges „Schauinsland“. Zu einem Ausflug auf den Berg hatten die Mitglieder des Ortsverbandes Freiburg, A05, organisiert im Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC), eingeladen. Im Rahmen der Technikführung der Freiburger Verkehrs AG wollte man nicht nur die auf dem Berg von den Freiburger Funkamateuren betriebene Relaisfunkstelle für Sprech- und Datenfunk mit dem Rufzeichen „DB0FRG“ sehen, sondern vor allem die technischen Raffinessen der einmaligen und unter Denkmalschutz stehenden Seilbahn kennenlernen. 

Vielseitiges Amateurfunkrelais auf dem Schauinsland

Hierzu begrüßte der Vorsitzende des Freiburger Ortsverbandes, Markus Wallschlag mit dem Rufzeichen DH5WM, am 26. Mai gleich 14 staatlich lizensierte Funkamateure und technisch Interessierte aus dem Freiburger Ortsverband sowie aus weiteren Ortsverbänden der Region an der Talstation in Horben. Gemeinsam ging es der Bergstation in 1.220 Meter Höhe entgegen. Dabei wurde eine Streckenlänge von 3.600 Meter zurückgelegt. Wallschlag ließ es sich nicht nehmen, vor der eigentlichen Bahnbesichtigung auf die auf dem Schauinsland installierte moderne Amateurfunkrelaisfunkstelle hinzuweisen. Mit der Anlage, deren Dipol- und Yagiantennen direkt zu Beginn der Bergstation zu sehen sind, wird nicht nur Freiburg, sondern auch ein Großteil des Schwarzwaldes sowie des Rheintals mit Sprech- und Datenfunk, wie dem „ham net“, versorgt. 

Geschichten und Fakten humorvoll verpackt

Maschinist und Seilbahnspezialist Wolfgang Diringer von der Freiburger Verkehrs AG führte die Funkamateure dann mit lebendigen und humorvollen Worten in die geschichtliche Historie und die technischen Geheimnisse der Bahn ein. Unter anderem erfuhren die Funker, dass die Bahn einen Höhenunterschied von 746 Meter bewältigt, die Zerreißfestigkeit des Tragseils 250 Tonnen beträgt und das Tragseil einen Durchmesser von 50 mm aufweist. Aber nicht nur das begeisterte die sich dem technischen Hobby verschriebenen Funker. Besondere Aufmerksamkeit erhielt der im Tragseil eingeflochtene Lichtleiter und seine 27 Adern zur Kommunikation zwischen Tal- und Bergstation. Unfassbar, dass trotz der unterschiedlichen Materialien, wie Metall und Lichtleiter, dieser nicht zerreißt! Faszinierend auch, dass das Tragseil mit einer Wäscheklammern ähnlichen Technik je nach Betriebsanfall mit mal mehr oder weniger Gondeln bestückt werden kann! Überwacht von moderner computerunterstützter Technik ging es zum Abschluss der Führung zum Herz der Anlage, dem Antrieb mit einer Nennleistung von rund 220 Kilowatt. Er treibt eine Treibscheibe an, die wiederum das Seil in  Bewegung hält und so die Gondeln bergauf und bergab bringt. 

Trotz digitaler Technik der Funk als letzte Sicherheit!

Letztendlich zeigten sich die Funkamateure erfreut darüber, dass auch bei der Schauinslandbahn noch Funk zum Einsatz kommt. Sollten Lichtleiter und andere Technik versagen, stehen Berg- und Talstation per Sprechfunk in Verbindung, ganz so, wie es auch die Funkamateure untereinander halten. Letztendlich für alle ein faszinierender und lehrreicher Ausflug, der mit Kaffee und Kuchen in der Schauinslandgaststätte mit faszinierendem Blick über Freiburg ein mehr als genüssliches Ende fand.

Horst Garbe, Pressewart des Amateurfunkortsverbandes Freiburg, A 05

 Wolfgang Diringer (links) erklärt den Funkamateuren die Technik der Seilbahn. 

Wolfgang Diringer (rechts) erklärt den Funkamateuren die Technik der Seilbahn.

Die von einem starken Motor angetriebene Treibscheibe (links), über die das Tragseil in Bewegung gehalten wird.

Das Geheimnis im Tragseil: Die digitale Kommunikation per Lichtleiter zwischen Berg- und Talstation.

 

Fotos von den gezeigten Personen zur Freigabe bestätigt, Text ebenfalls zur freien Verwendung.

 

Allgemeiner Anruf von der Waldkircher „Schwarzenburg“!

Nein – das war diesmal für die Burgenfreunde und Funkamateure Hartwig Kauschat mit Rufzeichen DL7BC und Alexander Brüske, DL1AFA, kein einfaches Unterfangen! Denn am 1. Mai, dem Burgentag der Funkamateure, waren sie unterwegs zur Ruine „Schwarzenburg“ bei Waldkirch im Breisgau, um am Amateurfunkwettbewerb „COTA – Castle on the Air“, teilzunehmen. 

Erstmals Funkbetrieb von der „Schwarzenburg“

Die wenigen verbliebenen Gemäuer der vermutlich zwischen 1122 und 1136 auf dem rund 656 hohen Ausleger des Kandels, dem „Schwarzenberg“, erbauten Burg sind durchaus nicht leicht zu erreichen. Im Rahmen des Burgenwettbewerbes wurde diese Burg, wie zuvor auch schon die Waldkircher „Kastelburg“, erstmalig von den beiden Funkspezialisten aktiviert, also zum ersten Mal von hier Amateurfunkbetrieb gemacht. Dazu bedurfte es der Installation einer netzunabhängigen Funkanlage und der Installation der entsprechenden Antennen. Immerhin wurden die Anstrengungen zum Stationsaufbau mit zahlreichen Kurzwellenverbindungen belohnt, denn an diesem Tag meinte es die Funkwellenausbreitung mit ihnen mehr als gut. Obwohl derzeit wegen mangelnder Sonnenflecken die Ausbreitungsbedingungen der Funkwellen auf Kurzwelle mehr als bescheiden sind, an diesem Tag reichten die Verbindungen zumindest europa- und deutschlandweit. Und so kam es nicht selten zum sogenannten „pile up“, wenn viele Stationen auf einmal die rare Burgenstation in ihre Sammlung aufnehmen wollen. Letztendlich durch eine entsprechende Bestätigungskarte, der „QSL-Karte“, dokumentiert. So konnten von 11 Uhr bis 16 Uhr auf dem 40 Meter Band 121 Kontakte getätigt werden und auf dem 20 Meter Band 57 Kontakte erzielt werden. Die weiteste Verbindung reichte bis in den Ural, in dem man nun auch über die „Schwarzenburg“ informiert ist. Ein Funkamateur sendete sogar aus dem Flugzeug seine Grüße nach Waldkirch.

Schmackhaftes als Lohn der vergnüglichen Arbeit 

Als Dank für das Engagement brachten der Waldkircher Funkamateur Markus Finken, DO5MAF, sowie der Ortsverbandsvorsitzende des Emmendinger Funkclubs A 16, Gerold Bey, DL8BBP, den „funkenden Rittern der Neuzeit“ Kaffee und Kuchen auf die Burg. So etwas nennen die Funkamateure „Ham spirit“. 

Horst Garbe, DK3GV, Pressewart des Amateurfunkortsverbandes Freiburg, A05

 

Hartwig Kauschat, DL7BC, mit seinem Sendeequipment bei der Aktivierung der Schwarzenburg. (Foto: Alexander Brüske)

Kürzlich hatten sich rund 40 Funkamateure im „Walter-Pfister-Clubheim“ des im Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC) organisierten Amateurfunkortsverbandes Freiburg (A05) auf dem Freiburger Flugplatz eingefunden. Sie lauschten dem spannenden Vortrag von Funkamateur Marcel Müller mit Rufzeichen DO5TMM zum Thema: „SOTA - Funken von den Bergen“.

Zu Fuß und gut bepackt in luftige Höhen!

SOTA – „Summits on the Air“ – das Funken von den Bergen - wurde von britischen Funkamateuren im März 2002 als Wettbewerb ins Leben gerufen. Ziel ist es, möglichst viele Bergfunker zu kontaktieren oder als Bergfunker selbst möglichst viele Berge funktechnisch zu „aktivieren“. Rund um den Globus sind hierfür offiziell 119.756 Gipfel im SOTA-Programm registriert. Somit ist die Zukunft des Bergfunkens für Marcel Müller gesichert! Wer nun aber glaubt, dass Funkbetrieb von den Bergen einfach ist, der täuscht sich! Ein detailliertes Regelwerk, so erfuhr man, legt fest, wie man als Funkamateur einen Berg aktiviert. Mal eben mit dem Auto und dem Mobilfunkgerät auf die Anhöhe, das geht nicht! Unter anderem ist die Höhe der Berge maßgebend, die keinesfalls kleine Hügel sein dürfen und noch viel wichtiger: Der Funker darf seine Ausrüstung nur per Muskelkraft auf die Berge bringen!

Explizit für Bergtouren ausgesuchte Funktechnik

Von daher war es für die Vortragsgäste mehr als spannend, die unterschiedlichsten Gerätschaften von Müllers Bergtouren in Augenschein zu nehmen. Dazu zählten nicht nur ein möglichst kompaktes Funkgerät, sondern leicht verstaubare Antennen, nicht zu schwere und doch lang durchhaltende Akkus oder auch Solarpaneele. Beeindruckend, die gezeigten Fotos winterlicher Landschaften aus der Schwarzwaldregion, ist Müller doch in Stegen-Eschbach nahe der Höhen zu Hause. „Zwar wird es einem beim Ersteigen der Berge im Winter warm, aber dann gilt es, die richtige Kleidung zu haben“, mahnte Müller die auf den Geschmack Gekommenen an, „denn recht schnell kann der Körper dann beim Funkbetrieb auskühlen!“ Zahlreiche weitere Tipps zum erfolgreichen Bergfunken folgten, darunter auch der umweltbewusste Gedanke, immer einen Müllbeutel mitzuführen! Lohn der Mühen: Spaß an der Freud` und an den sogenannten „Diplomen“ (Urkunden) und Plaketten als Auszeichnung. An Humor, eben typisch britisch, fehlt es nicht, heißt doch eine Auszeichnung „Mountain Goat“: „Bergziege“! Und manchmal trifft man auch so richtige „Bergfreaks“, wie auf dem „Kandel“ bei Waldkirch. Dort lernte Müller das Schweizer Bergfunkeroriginal Dr. Juerg Regli aus Oftringen kennen, der unter seinem Rufzeichen HB9BIN ebenfalls auf Trophäensuche im Äther war. Und das kleine Sendeleistung nicht nur den Akku schont, sondern bei entsprechenden Funkwetterbedingungen das Signal rund um den Globus geht, überraschte einmal mehr auch Marcel Müller: Mit nur 3 Watt (!!!) Sendeleistung reichte es bis nach Brasilien!

Berge, Inseln, Burgen reizen für besondere Funkaktivitäten

Also, nicht wundern, wenn einem auf den zahlreichen Bergen dieser Welt entweder Marcel Müller oder einer seiner zahlreichen funkenden Mitstreiter begegnet. Sie aktivieren nur wieder zur Freude weiterer Funkamateure einen Berg, ganz im Sinne von SOTA – den „Summits on the Air“! Neben den Bergen aktivieren die Funker auch entlegenste Inseln – Island on the Air (IOTA) - oder Burgen – Castle on the Air (COTA) - wie zum Beispiel die „Kastelburg“ von Waldkirch, die im vergangenen Jahr erstmalig aktiviert worden ist.

Horst Garbe (DK3GV), Pressewart des Amateurfunkortsverbandes Freiburg

Marcel Müller mit seiner umfangreichen, und dennoch klein gehaltenen Bergfunkausrüstung.

 

Marcel Müller begeisterte mit seinem nicht nur technisch faszinierenden Vortrag über das Funken aus den Bergen!

 

 

Fotos sind von der gezeigten Person zur Freigabe bestätigt worden.

 

Breisgauer Funkamateure bringen Heimattage drahtlos in die Welt!

Funkamateure der im Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC) organisierten Ortsverbände Freiburg (A05), Emmendingen (A16), Kaiserstuhl (A33) und Markgräflerland (A47) sorgen im Rahmen der Veranstaltungen der „Heimattage Baden-Württemberg“ dafür, diese Tage per Aussendungen der Sonderfunkstation weltweit bekannt zu machen.

Mit Sonder-DOK „HTWK18“ in der Luft!

Seit 1978 werden die „Heimattage“ an jährlich wechselnden Orten veranstaltet. In diesem Jahr steht die Orgelbauerstadt Waldkirch nahe Freiburg im Zentrum des Interesses. Wie an diesen Tagen üblich, werden die Besonderheiten von Stadt und Region auf das gesamte Jahr verteilt mit zahlreichen Aktionen vorgestellt. Mit dabei auch die Funkamateure der Region! Unter anderem am 5. und 6. Mai, dem „Baden-Württembergtag“, werden sie Funkpartnern rund um den Globus ihre Sonderfunkaktivität kundtun. Mit der Verwendung des Clubrufzeichens „DK 0 EM“ vom Emmendinger Ortsverband wird der Erkenntnis genüge getan, dass Waldkirch als veranstaltender Ort im Landkreis Emmendingen liegt. Am 10. Juni, dem „Tag der helfenden Hand“, ist man wieder ebenfalls mit dem Sonderdistrikts- und Ortskenner (DOK) „HTWK18“ in der Luft. Wobei das Kürzel für „Heimattage Waldkirch (20)18“ steht. An diesem Tag wird das Thema „Notfunk“ von den Funkamateuren thematisiert. Ergänzt werden die zwei Termine des Weiteren durch die Beteiligung am „Historischen Burgfest“ am 23. September. Für die Funkamateure heißt in diesem Fall „Historisch“ die Verwendung alten Funkequipments sowie die vorwiegende Kontaktaufnahme mit Funkern in der Welt per Morsecode.

Spezielle „Postkarte“ als Sammelobjekt für Funkamateure

Letztendlich wird somit nicht nur Besuchern vor Ort die Faszination Amateurfunk nahe gebracht, sondern den Funkern rund um den Globus das Wissen um die „Heimattage“ aus Waldkirch vermittelt. Die Funkkontakte mit dieser Sonderstation werden zudem mit einer eigens hierfür geschaffenen sogenannten „QSL-Karte“ bestätigt.

Horst Garbe, Pressewart des Amateurfunkortsverbandes Freiburg

 

 

45 Jahre DB0ZF

45 Jahre Willi DJ8PK 

Die meisten Amateurfunker im Südwesten kennen das Kaiserstuhl-Relais DB0ZF, vielleicht aber nicht den Kopf, der seit 45 Jahren dahinter steht: Willi Ganter DJ8PK (Z 06).
Während des Neujahrsempfang beim OV Freiburg wurde OM Willi DJ8PK für seinen hohen Einsatz für die Amateurfunkrelais um Freiburg herum geehrt. Willi ist deshalb schon seit vielen Jahren Ehrenmitglied des OV Freiburg.

Heute dankten OVV Markus DH5WM in Anwesenheit  von Hans DL2SP (OVV Z 06) und die vielen anwesenden Gäste ihm mit einem Geschenkkorb und einem langen und herzlichen Applaus.

   


Im Oktober letzten Jahres hat OM Willi das Relais in die Verantwortung von Roland Fritz DC1GF (A 33, Z 06) übergeben. OM Roland beschrieb in einer Laudatio die Geschichte des Relais DB0ZF von den Anfängen 1972 auf dem alten Gitterturm, über den Umzug auf den neuen Stahlbetonturm 1982 bis heute. 1975 wurde DB0ZF um ein 70cm-Relais und 1988 um ein 23 cm-Relais erweitert.
Ab 2003 realisierte Willi zusammen mit dem unvergessenen Rolf DL4GAI ein ATV-Relais. Ebenso war OM Willi an der Entstehung der Relais an den Standorten Hochblauen (heute A 47) und Feldberg (heute A34) beteiligt.
Nicht nur die Ortsverbände um den Kaiserstuhl herum, auch viele Reisende und Urlauber in Südbaden nutzen das Relais. Im Namen der vielen Nutzer : Danke, Willi!

Seit Oktober 2017 ist OM Roland Fritz DC1GF  für das Relais verantwortlich.  Ihm  wünschen wir viel Erfolg bei seiner neuen Aufgabe.

(DL1GWO)