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Aktuelles

Allgemeiner Anruf von der Waldkircher „Schwarzenburg“!

Nein – das war diesmal für die Burgenfreunde und Funkamateure Hartwig Kauschat mit Rufzeichen DL7BC und Alexander Brüske, DL1AFA, kein einfaches Unterfangen! Denn am 1. Mai, dem Burgentag der Funkamateure, waren sie unterwegs zur Ruine „Schwarzenburg“ bei Waldkirch im Breisgau, um am Amateurfunkwettbewerb „COTA – Castle on the Air“, teilzunehmen. 

Erstmals Funkbetrieb von der „Schwarzenburg“

Die wenigen verbliebenen Gemäuer der vermutlich zwischen 1122 und 1136 auf dem rund 656 hohen Ausleger des Kandels, dem „Schwarzenberg“, erbauten Burg sind durchaus nicht leicht zu erreichen. Im Rahmen des Burgenwettbewerbes wurde diese Burg, wie zuvor auch schon die Waldkircher „Kastelburg“, erstmalig von den beiden Funkspezialisten aktiviert, also zum ersten Mal von hier Amateurfunkbetrieb gemacht. Dazu bedurfte es der Installation einer netzunabhängigen Funkanlage und der Installation der entsprechenden Antennen. Immerhin wurden die Anstrengungen zum Stationsaufbau mit zahlreichen Kurzwellenverbindungen belohnt, denn an diesem Tag meinte es die Funkwellenausbreitung mit ihnen mehr als gut. Obwohl derzeit wegen mangelnder Sonnenflecken die Ausbreitungsbedingungen der Funkwellen auf Kurzwelle mehr als bescheiden sind, an diesem Tag reichten die Verbindungen zumindest europa- und deutschlandweit. Und so kam es nicht selten zum sogenannten „pile up“, wenn viele Stationen auf einmal die rare Burgenstation in ihre Sammlung aufnehmen wollen. Letztendlich durch eine entsprechende Bestätigungskarte, der „QSL-Karte“, dokumentiert. So konnten von 11 Uhr bis 16 Uhr auf dem 40 Meter Band 121 Kontakte getätigt werden und auf dem 20 Meter Band 57 Kontakte erzielt werden. Die weiteste Verbindung reichte bis in den Ural, in dem man nun auch über die „Schwarzenburg“ informiert ist. Ein Funkamateur sendete sogar aus dem Flugzeug seine Grüße nach Waldkirch.

Schmackhaftes als Lohn der vergnüglichen Arbeit 

Als Dank für das Engagement brachten der Waldkircher Funkamateur Markus Finken, DO5MAF, sowie der Ortsverbandsvorsitzende des Emmendinger Funkclubs A 16, Gerold Bey, DL8BBP, den „funkenden Rittern der Neuzeit“ Kaffee und Kuchen auf die Burg. So etwas nennen die Funkamateure „Ham spirit“. 

Horst Garbe, DK3GV, Pressewart des Amateurfunkortsverbandes Freiburg, A05

 

Hartwig Kauschat, DL7BC, mit seinem Sendeequipment bei der Aktivierung der Schwarzenburg. (Foto: Alexander Brüske)

Kürzlich hatten sich rund 40 Funkamateure im „Walter-Pfister-Clubheim“ des im Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC) organisierten Amateurfunkortsverbandes Freiburg (A05) auf dem Freiburger Flugplatz eingefunden. Sie lauschten dem spannenden Vortrag von Funkamateur Marcel Müller mit Rufzeichen DO5TMM zum Thema: „SOTA - Funken von den Bergen“.

Zu Fuß und gut bepackt in luftige Höhen!

SOTA – „Summits on the Air“ – das Funken von den Bergen - wurde von britischen Funkamateuren im März 2002 als Wettbewerb ins Leben gerufen. Ziel ist es, möglichst viele Bergfunker zu kontaktieren oder als Bergfunker selbst möglichst viele Berge funktechnisch zu „aktivieren“. Rund um den Globus sind hierfür offiziell 119.756 Gipfel im SOTA-Programm registriert. Somit ist die Zukunft des Bergfunkens für Marcel Müller gesichert! Wer nun aber glaubt, dass Funkbetrieb von den Bergen einfach ist, der täuscht sich! Ein detailliertes Regelwerk, so erfuhr man, legt fest, wie man als Funkamateur einen Berg aktiviert. Mal eben mit dem Auto und dem Mobilfunkgerät auf die Anhöhe, das geht nicht! Unter anderem ist die Höhe der Berge maßgebend, die keinesfalls kleine Hügel sein dürfen und noch viel wichtiger: Der Funker darf seine Ausrüstung nur per Muskelkraft auf die Berge bringen!

Explizit für Bergtouren ausgesuchte Funktechnik

Von daher war es für die Vortragsgäste mehr als spannend, die unterschiedlichsten Gerätschaften von Müllers Bergtouren in Augenschein zu nehmen. Dazu zählten nicht nur ein möglichst kompaktes Funkgerät, sondern leicht verstaubare Antennen, nicht zu schwere und doch lang durchhaltende Akkus oder auch Solarpaneele. Beeindruckend, die gezeigten Fotos winterlicher Landschaften aus der Schwarzwaldregion, ist Müller doch in Stegen-Eschbach nahe der Höhen zu Hause. „Zwar wird es einem beim Ersteigen der Berge im Winter warm, aber dann gilt es, die richtige Kleidung zu haben“, mahnte Müller die auf den Geschmack Gekommenen an, „denn recht schnell kann der Körper dann beim Funkbetrieb auskühlen!“ Zahlreiche weitere Tipps zum erfolgreichen Bergfunken folgten, darunter auch der umweltbewusste Gedanke, immer einen Müllbeutel mitzuführen! Lohn der Mühen: Spaß an der Freud` und an den sogenannten „Diplomen“ (Urkunden) und Plaketten als Auszeichnung. An Humor, eben typisch britisch, fehlt es nicht, heißt doch eine Auszeichnung „Mountain Goat“: „Bergziege“! Und manchmal trifft man auch so richtige „Bergfreaks“, wie auf dem „Kandel“ bei Waldkirch. Dort lernte Müller das Schweizer Bergfunkeroriginal Dr. Juerg Regli aus Oftringen kennen, der unter seinem Rufzeichen HB9BIN ebenfalls auf Trophäensuche im Äther war. Und das kleine Sendeleistung nicht nur den Akku schont, sondern bei entsprechenden Funkwetterbedingungen das Signal rund um den Globus geht, überraschte einmal mehr auch Marcel Müller: Mit nur 3 Watt (!!!) Sendeleistung reichte es bis nach Brasilien!

Berge, Inseln, Burgen reizen für besondere Funkaktivitäten

Also, nicht wundern, wenn einem auf den zahlreichen Bergen dieser Welt entweder Marcel Müller oder einer seiner zahlreichen funkenden Mitstreiter begegnet. Sie aktivieren nur wieder zur Freude weiterer Funkamateure einen Berg, ganz im Sinne von SOTA – den „Summits on the Air“! Neben den Bergen aktivieren die Funker auch entlegenste Inseln – Island on the Air (IOTA) - oder Burgen – Castle on the Air (COTA) - wie zum Beispiel die „Kastelburg“ von Waldkirch, die im vergangenen Jahr erstmalig aktiviert worden ist.

Horst Garbe (DK3GV), Pressewart des Amateurfunkortsverbandes Freiburg

Marcel Müller mit seiner umfangreichen, und dennoch klein gehaltenen Bergfunkausrüstung.

 

Marcel Müller begeisterte mit seinem nicht nur technisch faszinierenden Vortrag über das Funken aus den Bergen!

 

 

Fotos sind von der gezeigten Person zur Freigabe bestätigt worden.

 

Breisgauer Funkamateure bringen Heimattage drahtlos in die Welt!

Funkamateure der im Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC) organisierten Ortsverbände Freiburg (A05), Emmendingen (A16), Kaiserstuhl (A33) und Markgräflerland (A47) sorgen im Rahmen der Veranstaltungen der „Heimattage Baden-Württemberg“ dafür, diese Tage per Aussendungen der Sonderfunkstation weltweit bekannt zu machen.

Mit Sonder-DOK „HTWK18“ in der Luft!

Seit 1978 werden die „Heimattage“ an jährlich wechselnden Orten veranstaltet. In diesem Jahr steht die Orgelbauerstadt Waldkirch nahe Freiburg im Zentrum des Interesses. Wie an diesen Tagen üblich, werden die Besonderheiten von Stadt und Region auf das gesamte Jahr verteilt mit zahlreichen Aktionen vorgestellt. Mit dabei auch die Funkamateure der Region! Unter anderem am 5. und 6. Mai, dem „Baden-Württembergtag“, werden sie Funkpartnern rund um den Globus ihre Sonderfunkaktivität kundtun. Mit der Verwendung des Clubrufzeichens „DK 0 EM“ vom Emmendinger Ortsverband wird der Erkenntnis genüge getan, dass Waldkirch als veranstaltender Ort im Landkreis Emmendingen liegt. Am 10. Juni, dem „Tag der helfenden Hand“, ist man wieder ebenfalls mit dem Sonderdistrikts- und Ortskenner (DOK) „HTWK18“ in der Luft. Wobei das Kürzel für „Heimattage Waldkirch (20)18“ steht. An diesem Tag wird das Thema „Notfunk“ von den Funkamateuren thematisiert. Ergänzt werden die zwei Termine des Weiteren durch die Beteiligung am „Historischen Burgfest“ am 23. September. Für die Funkamateure heißt in diesem Fall „Historisch“ die Verwendung alten Funkequipments sowie die vorwiegende Kontaktaufnahme mit Funkern in der Welt per Morsecode.

Spezielle „Postkarte“ als Sammelobjekt für Funkamateure

Letztendlich wird somit nicht nur Besuchern vor Ort die Faszination Amateurfunk nahe gebracht, sondern den Funkern rund um den Globus das Wissen um die „Heimattage“ aus Waldkirch vermittelt. Die Funkkontakte mit dieser Sonderstation werden zudem mit einer eigens hierfür geschaffenen sogenannten „QSL-Karte“ bestätigt.

Horst Garbe, Pressewart des Amateurfunkortsverbandes Freiburg

 

 

45 Jahre DB0ZF

45 Jahre Willi DJ8PK 

Die meisten Amateurfunker im Südwesten kennen das Kaiserstuhl-Relais DB0ZF, vielleicht aber nicht den Kopf, der seit 45 Jahren dahinter steht: Willi Ganter DJ8PK (Z 06).
Während des Neujahrsempfang beim OV Freiburg wurde OM Willi DJ8PK für seinen hohen Einsatz für die Amateurfunkrelais um Freiburg herum geehrt. Willi ist deshalb schon seit vielen Jahren Ehrenmitglied des OV Freiburg.

Heute dankten OVV Markus DH5WM in Anwesenheit  von Hans DL2SP (OVV Z 06) und die vielen anwesenden Gäste ihm mit einem Geschenkkorb und einem langen und herzlichen Applaus.

   


Im Oktober letzten Jahres hat OM Willi das Relais in die Verantwortung von Roland Fritz DC1GF (A 33, Z 06) übergeben. OM Roland beschrieb in einer Laudatio die Geschichte des Relais DB0ZF von den Anfängen 1972 auf dem alten Gitterturm, über den Umzug auf den neuen Stahlbetonturm 1982 bis heute. 1975 wurde DB0ZF um ein 70cm-Relais und 1988 um ein 23 cm-Relais erweitert.
Ab 2003 realisierte Willi zusammen mit dem unvergessenen Rolf DL4GAI ein ATV-Relais. Ebenso war OM Willi an der Entstehung der Relais an den Standorten Hochblauen (heute A 47) und Feldberg (heute A34) beteiligt.
Nicht nur die Ortsverbände um den Kaiserstuhl herum, auch viele Reisende und Urlauber in Südbaden nutzen das Relais. Im Namen der vielen Nutzer : Danke, Willi!

Seit Oktober 2017 ist OM Roland Fritz DC1GF  für das Relais verantwortlich.  Ihm  wünschen wir viel Erfolg bei seiner neuen Aufgabe.

(DL1GWO)

Das Amateurfunkjahr 2018 hat begonnen.
Fast 60 Mitglieder und Freunde des OV Freiburg trafen sich am Dreikönigstag zum traditionellen Neujahrsempfang im Clubheim. Schon mittags begann die Küchenmannschaft mit ihrer Arbeit. Sören, Mattias, Nicole und Kay produzierten panierte Schnitzel, Spätzle, Soßen und Salate.

   
   

 

 Am Abend begrüßte OVV Markus DH5WM die vielen Gäste. Er fasste die wichtigsten Ereignisse des Jahres 2017 zusammen. Dabei nannte er insbesondere die ScienceDays-Aktion, die Fuchsjagden, die Fielddays und verschiedenen Fachvorträge, den TechniClub und den Lizenzkurs. Markus dankte allen, die zum Erfolg des Jahres - egal auf welche Weise - beigetragen haben.  
   

In einer Schweigeminute wurde der drei verstorbenen OMs des Jahres gedacht.  Trotz einiger Austritte blieb aber die Mitgliederzahl durch mehrere Zugänge konstant bei 129 - und sie sollte sich im Laufe des Abends noch auf 130 erhöhen.

  Besonders geehrt wurde Horst DK3GV für 40 Jahre Mitgliedschaft im DARC. Horst begann sein Funkamateurleben 1978 in Bonn. Über seine Jahrzehnte berichtete Horst  in launigen Worten.
Für 50jährige Mitgliedschaft wurde in Abwesenheit Sigfried  DK1TX geehrt. Die offizielle Ehrung wird bei der Migliederversammlung nachgeholt.
  

(DL1GWO)

Mit modernster Technik auch im Notfall auf Sendung

Die Mitglieder des DARC Ortsverbands Freiburg (A05) hatten am Freitag, den 1. Dezember, zur Vorstellung verschiedener  Notfunkkofferprojekte in das „Walter-Pfister-Clubheim“ auf dem Gelände des Freiburger Flugplatzes eingeladen. Weit über 40 Funkfreunde aus dem Breisgau hatten sich eingefunden, um den spannenden Vorträgen der sechs Notfunkspezialisten zu lauschen und die von ihnen mitgebrachten Gerätschaften zu begutachten.

Das mehr als gut besuchte Clubheim der Freiburger Funkamateure.

Viel Funk auf wenig Raum

Markus Wallschlag mit Rufzeichen DH5WM begrüßte die Gäste und freute sich, so zahlreiche Referenten für

den Abend gefunden zu haben. Der stellvertretende Ortsverbandsvorsitzende Axel Lehmann (DG3AL) machte deutlich, dass die „Go-Box“, also der Notfallkoffer, zu weitaus mehr geeignet ist, als damit in einer Notsituation drahtlos Hilfe herbeirufen zu können. So eignet sich ein solcher Koffer vorzüglich zum Verreisen oder aber auch für schnell aktivierten Funkbetrieb von den Bergen, als „Summits on the Air“ bekannt. Auch gab Lehmann Tipps auf interessante das Thema betreffende Webseiten, so unter anderem www.dg0kf.de/portabelfunkkoffer/ oder www.darc.de/der-club/distrikte/c/ortsverbaende/10/notfunk/funkkoffer/.

Mit modernster Technik für den Notfall gewappnet

Der Notfunkbeauftragte des Freiburger Ortsverbandes, Alexander Brüske (DL1AFA) machte deutlich, das in Zusammenarbeit mit den Ortsverbänden Rottweil (P10) und Tuttlingen (P13) jährlich regional übergreifende Notfunkübungen stattfinden. Szenarien von Sturmschäden, Stromausfällen und anderem Katastrophen werden durchgespielt, bei denen dann die Funkamateure mit ihrem portablen Sende- und Empfangsequipment den Hilfebedürftigen zur Seite stehen. Dieses Equipment stellten Brüske und seine Mitstreiter Alexander Günter (DG9GAG), Axel Lehmann (DG3AL), Karl-Heinz Krawcyk (DL1GKK), Siegfried Frank (DF3GF) und Markus Wallschlag (DH5WM), im Detail vor. Insbesondere lag das Augenmerk auf der Stromversorgung. Zwischen dem altbekannten Bleiakku über die Solarzelle bis hin zum Stromaggregat reichte die Auswahl. Bei der Geräteauswahl kamen moderne Geräte von den Amateurfunkgeräteherstellern zum Einsatz, mal für Kurzwelle, mal für UKW-Aussendungen sowie Geräte, die sämtliche Frequenzen bedienen. Der Eigenbau lag in der Hauptsache bei den geschaffenen stabilen Gehäusen, dem Umbau der aus den Baumärkten bekannten Koffern sowie der kompletten fachgerechten Verdrahtung der Gerätschaften. Neben dem Sprechfunk kamen auch die modernen digitalen Datenübertragungsverfahren, die das altbekannte Fernschreiben ergänzen, zum Einsatz. Denn Computer/Notebooks haben mittlerweile eine durchaus für Notfunkkoffer respektable Größe erreicht. Zudem fehlte auch der Hinweis auf geeignete Antennen für Kurzwelle und UKW-Anwendungen nicht. Sogar ein kommerzielles Gerät aus ehemaligen Bundeswehrbeständen hatte den Weg ins Clubheim gefunden und die Funker staunten nicht schlecht, mit was für einem „Riesenteil“ und was für einem Gewicht sich die Soldaten vor einigen Jahrzehnten noch quälen mussten. Dafür sind diese Geräte aber auch mehr als stabil!

Humorvoll nahm Andreas Schwabe (DL8GBS) unter fachlicher Anweisung von Axel Lehmann (DG3AL) das schwere Militärequipment zur Vorführung auf den Rücken und gab unter dem Beifall der Anwesenden fast schon einen Astronauten ab!

In der Not hilft die drahtlose Kommunikation

Alles in allem eine nicht nur eine technisch interessante Vorführung, sondern auch faszinierend, einmal in die Welt der aktiven Notfunker Einblick erhalten zu haben. Und wie sagte Alexander Brüske so treffend: „Notfunk beginnt schon beim Handfunkgerät!“ Wohl dem, der dies immer bei sich trägt – man weiß ja nie... Mehr zu den Freiburger Funkamateuren unter http://wp.dk0fr.de/.

Horst Garbe, Pressewart des Amateurfunkortsverbandes Freiburg, A 05

Alexander Günther (DG9GAG), Axel Lehmann (DG3AL), Karl-Heinz Krawcyk (DL1GKK), Siegfried Frank (DF3GF) und Markus Wallschlag (DH5WM, von links) überzeugten mit professionell selbstgebautem Notfunkequipment!

 

 Die Zustimmung der gezeigten Personen liegt vor.

Viele Funkamateure beschäftigen sich unter anderem mit dem Bau von (Not-) Funkkoffern.
Mit ihrer Ausrüstung sind sie in der Lage bei einem Ausfall der Kommunikationsnetze mit ihrer eigenen Funktechnik in kurzer Zeit einzuspringen, letztendlich auch den professionellen Organisationen zur Seite zu stehen.
Außerdem ist solch eine kompakte und transportable Funkstation auch für den portablen Betrieb unterwegs im Auto oder im Urlaub hervorragend geeignet.

Dabei entstehen die unterschiedlichsten Konzepte für verschiedene digitale oder analoge Betriebsarten, sowohl für Kurzwelle als auch für die Ultrakurzwelle.

Am 1. Dezember möchten fünf Mitglieder ihre Funkkoffer vorstellen sowie ihr Wissen und ihre Erfahrungen mitteilen. Beginn 20h.

73 de Axel, DG3AL

Elektronischer Pulsmesser und Morsetaste die Renner

Vom 19. bis zum 21. Oktober begeisterten und faszinierten einmal mehr die „science days“ im Europa Park die jungen Menschen mit zahlreichen Aktionen und Vorträgen aus Wissenschaft und Forschung. Fast schon einer Institution gleich einmal mehr mit dabei, die Funkamateure des Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC). Sie rekrutierten sich aus den Ortsverbänden Freiburg (A05), Emmendingen (A16) und Kaiserstuhl, A33 (Vogtsburg-Burkheim) sowie dem Ortsverband Markgräflerland, A47, (Müllheim-Neuenburg). Unter der Gesamtorganisation des Jugendleiters des Freiburger Ortsverbandes, Kay Zipperle mit dem Rufzeichen DK4KAY, fanden sich an den drei „science days“-Tagen rund 30 Helfer zusammen, um dem diesjährigen Motto „Der Mensch“ mit interessanten Bastelprojekten sowie der Kommunikation der Menschen via Amateurfunk gerecht zu werden.

Funkamateure überraschten mit elektronischem Pulsmesser als Bauprojekt

Vorausgegangen war ein eigens für diese Veranstaltung konstruierter elektronischer Pulsmesser. Ein ehrgeiziges und aufwendiges Projekt, das in monatelanger Entwicklungsarbeit von Funkamateur Roland Fritz (DC1GF) bis zur funktionalen Reife in Perfektion umgesetzt worden war. Und so saßen an 7 Bastelplätzen zahlreiche junge Leute, lernten elektronische Bauteile kennen, fügten diese korrekt auf den Platinen zusammen und garantierten deren elektrisches Zusammenspiel durch ordnungsgemäße Lötarbeiten. Durch Fingerauflegen auf die entsprechenden Kontakte konnte nun der Puls der stolzen Bastler oder auch eines jeden anderen gemessen werden. Entsprechend dem Motto „Der Mensch“ kam hier moderne Technik mit einem typischen menschlichen Verhalten, dem Pulsschlag, zusammen. Interessante Erkenntnis: Auch die Mädchen bastelten und löteten ihren Pulsmesser und widmen sich der früheren Männerdomäne, der Elektronik! Aber „Der Mensch“ praktiziert auch die Kommunikation als ein durchaus normales Verhalten. Die Funkamateure demonstrierten dies auf ihre Art: Durch den Bau einer Morsetaste als weiteres Bastelexperiment auf ihrem „science days“-Stand. Denn sozusagen als erste „digitale“ Nachrichtenübertragung dienten und dienen auch heute noch in der modernen Welt der Datenübertragung die Morsezeichen als Verbindung der Menschen untereinander. Sind die Funkbedingungen noch so schlecht, die Morsezeichen kommen fast immer durch.

Völkerverständigung ebenfalls demonstriert

Letztendlich wurde dies auch in der Praxis demonstriert, da die Funker sowohl eine Kurzwellen- als auch eine Ultrakurzwellenfunkstation an ihrem Stand für Vorführzwecke betrieben. Neben dem Elektronikbasteln wurde so auch die weitere Faszination dieses Hobbys, die der Völkerverständigung, in der Praxis gezeigt. Das Ziel der „science days“, Wissenschaft und Technik für jeden greifbar und interessant zu machen, ist den Funkamateuren auch in diesem Jahr mehr als anschaulich gelungen. Rund 150 Bausätze wurden von den Kindern und Jugendlichen in der „Europa Park-Arena“ zusammengesetzt.

Horst Garbe, Pressewart des Amateurfunkortsverbandes Freiburg, A05

Organisator Kay Zipperle (DK4KAY – stehend) und der Entwickler des elektronischen Pulsmessers Roland Fritz (DC1GF – rechts) mit einem der jugendlichen Bastler an Platine und Lötkolben.

Insbesondere die Mädchen zeigten sich am Elektronikbasteln stark interessiert, immer kompetent betreut von den Funkamateuren Heinrich Lamprecht (DK8GL - A16 Emmendingen, vorne rechts) und Egon Dörner (DL2GDE – A05 Freiburg, 2.v.r.).

Hinweis: Der Text kann honorarfrei verwendet werden, die Fotos sind für eine Veröffentlichung durch zuvor erfolgte Hinweise an die Teilnehmer frei gegeben.

Siehe auch: Science Days Jugend

Nach Rolfs DL4GAI (sk) viel zu frühem Ableben, brachte die Übernahme des Relais am Clubheim des A05 auch viele Reparaturen mit sich, die sich ohne hinterlassene Dokumentation alles andere als einfach gestalteten. Aber eine Weitere ist nun auf der Liste abgehakt.

Nach vermutlich mehreren Jahren ist die APRS Lücke in und um Freiburg wieder geschlossen. Der Digipeater tut wieder seinen Dienst dank der neuen Software UIDIGI die die OMs Markus DH5WM und Alex DL1AFA in das EEPROM brannten. Nachdem noch ein Jumper festgestellt wurde der zwei Kontaktstifte am TNC nicht mehr richtig miteinander verbunden hat, sprang der Digi auch gleich an und verrichtete eifrig seine Arbeit.

Entsprechende Berichte von APRS-Anwendern können gerne an DB0FRB@outlook.de gesendet werden.

Dass Funkamateure dank Ihrer drahtlosen Verbindungen per Sprechfunk oder via Morsen rund um den Globus zu den unterschiedlichsten Kulturen Kontakte unterhalten und so das hohe Gut der Völkerverständigung praktizieren ist hinlänglich bekannt. Das aber plötzlich ein Funkamateur an die Tür klopft, der aus Georgien stammt, das gibt es nicht alle Tage. So geschehen am Freitag, den 25. August.

Irakli Kordzakhia – kurz „Ika“ genannt - mit dem Amateurfunkrufzeichen „4L2IKA“ weilte zu einem Besuch in Freiburg. Was lag da näher, als die hiesigen Funkamateure vor Ort zu besuchen. Auf der Webseite „http://dk0fr.de“ hatte sich Ika schnell darüber kundig gemacht, dass sich die Freiburger Funker immer freitags ab 19:30 Uhr im „Walter-Pfister-Clubheim“ auf dem Freiburger Flugplatz treffen. Und so stand der Funkfreund aus Georgien, der durch die Leidenschaft seines Vaters zum Amateurfunk gekommen war, am Freitagabend vor der Tür des Clubheims. Der an der georgischen Technischen Universität Telekommunikation studierende Funkfreund wurde von Funkamateur Hartwig Kauschat (DL7BC) freudig empfangen, ihm die Funkstation gezeigt und mit den weiteren anwesenden Funkamateuren bekannt gemacht. Ika zeigt sich beeindruckt, dass so viele Funker jeden Freitagabend zum Fachsimpeln, technischen Basteln und anderen Aktionen zusammenkommen. Offensichtlich kennt man dies in Georgien so nicht.

Kurzum, Ika fühlte sich offensichtlich wohl unter den Freiburger Funkern, die letztendlich bewiesen, das Völkerverständigung nicht nur über tausende Kilometer Entfernung funktioniert, sondern auch von Angesicht zu Angesicht!

Horst Garbe, DK3GV, Pressewart des Amateurfunkortsverbandes Freiburg, A 05

Funkamateur Irakli Kordzakhia mit Rufzeichen „4L2IKA“ (links) wurde von Hartwig Kauschat im Freiburger Amateurfunkortsverband willkommen geheißen!