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Aktuelles

GHSE-Schüler nehmen Kontakt zur Internationale Raumstation auf

Vom 17. bis 19. Oktober finden im Europa Park in Rust die „Science Days“ unter dem Motto „Denk MINT – nimm wahr!“ statt. Die Tage sollen junge Menschen für technische Berufe und Ingenieursarbeiten begeistern. Was lag da für die jährlich den Tagen beiwohnenden Funkamateure näher, neben dem Angebot an elektronischen Bastelarbeiten einen direkten Funkkontakt zur „International Raumstation ISS“ bei deren Überflug über Rust zu versuchen! 

Planungen zum ISS-Funkkontakt laufen auf Hochtour

Auf Initiative des Emmendinger Funkamateurs Heinrich Lamprecht mit Rufzeichen DK8GL haben sich der Satelliten- und Weltraumfunkexperte unter den Funkamateuren, Matthias Bopp (DD1US) und der an den „Gewerblichen und Hauswirtschaftlich-Sozialpflegerischen Schulen“ (GHSE) tätige Berufsschullehrer Thomas Riedel, ebenfalls Funkamateur (DO8TR), bei der Organisation „Amateur Radio on the International Space Station“ (ARRIS) um einen Raumfahrtkontakt beworben. Und es hat geklappt! Der genaue Zeitpunkt wird zwar erst einige Tage vor dem Überflug bekanntgegeben, aber schon seit Wochen bereiten sich die 18 Schülerinnen und Schüler des GHSE auf dieses nicht alltägliche Ereignis vor. So auch am vergangenen Mittwoch, als Matthias Bopp unter anderem bekanntgab, dass der Gesprächspartner im All sehr wahrscheinlich der Amerikaner Andrew Richard „Brew“ Morgen (KI5AAA) sein wird oder der Italiener Luca Salvo Parmitano (KF5KDP). Aus Rust wird mit einer aufwändigen Funk- und Antennenanlage unter dem Ausbildungsrufzeichen DN1EME die Station im All gerufen. Die Anlage wird von den Spezialisten des im Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC) organisierten und befreundeten Ortsverbandes Heilbronn (P05) schon einige Tage zuvor mit Hilfe der Schülerinnen und Schüler im Europa Park installiert. Vorbereitet wurden zudem unter anderem die an die Raumfahrer zu stellenden Fragen, die korrekte Betriebstechnik im Sprechfunk und natürlich die englische Sprache, in denen das Gespräch abgewickelt wird. Für den Kontakt bleiben gerade einmal rund 12 bis 15 Minuten, dann ist die Raumstation wieder außer Reichweite. Es gilt also, die Daumen zu drücken, dass der Kontakt stattfindet, denn wie der gesamte Amateurfunk ein Experimentalfunk ist, ist auch dieses Ereignis ein großes Experiment, das aber in der Vergangenheit bei zahlreichen Schulen zuvor perfekt funktioniert hat. Perfektion indes gibt es auch im Outfit der Schülerinnen und Schüler: Eigens für dieses Ereignis hat Berna Mahmutovic künstlerisch hochwertige T-shirt-Entwürfe aus den Logos der beteiligten Organisationen entworfen.

Thomas Riedel (links) und Matthias Bopp (rechts) zusammen mit dem Schülerteam, das mit Spannung der Kontaktierung der International Spacestation entgegenfiebert!

Berna Mahmutovic stellte die selbst entworfenen modischen Designs für die am Tag des Weltraumkontakts zu tragenden T-shirts vor.

 

Horst Garbe, Pressewart des Amateurfunkortsverbandes Freiburg (A05)

Breisgauer Funkamateure vereint zum Schutz der Flitzer!

Bereits zum 20. Mal veranstalteten die Aktiven des Jugendforums Herdern, einem Stadtteil von Freiburg, ihr beliebtes Seifenkistenrennen für junge und jüngste Fahrerinnen und Fahrer sowie über 18 Jahre alte Teilnehmer. Die 500 Meter lange Rennstrecke wurde von Mitgliedern der regionalen Amateurfunkortsverbände, organisiert im Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC), professionell abgesichert.

Heiße Flitzer und kühle Funker

Heiß gestylte Flitzer, vom „Krokodil“ über ein „Taxi“ bis hin zur „Banane“, sausten am letzten Septembersonntag in ihren Wertungsklassen an den 14 staatlich geprüften Funkamateuren vorbei. Die hier als Streckenposten fungierenden Funker kamen aus den Ortsverbänden Freiburg (A05), Emmendingen (A16) und Kaiserstuhl (A33). Selbst der Schwarzwald war mit Vertretern aus dem Ortsverband Furtwangen (A18) vertreten. Ein perfektes Zusammenspiel der verschiedenen Ortsverbände! Organisiert wurde die gemeinsame Rennabsicherung durch Alexander Brüske mit dem Rufzeichen DL1AFA, der auch Vorsitzender des Freiburger Ortsverbandes ist. Letztendlich lobte er das ehrenamtliche Engagement seiner Mitfunker, die für einen sicheren Verlauf der zwei Rennläufe sorgten. Ob Unfall oder andere Hilfegesuchen, die Funker hätten es schnell und professionell auf drahtlosem Weg dem Veranstalter zur Einleitung weitere Hilfsmaßnahmen zukommen lassen! 

Sicherheit, wie bei den Profis!

Somit konnten die 35 Fahrerinnen und Fahrer unbesorgt auf die Piste gehen und sich voll und ganz auf Ihr Rennen konzentrieren, ganz so wie die Profis von Formel 1 und Co. Schlussendlich beteiligten sich die Funkamateure bei der Publikumsbewertung der Fahrzeuge, bei der die fahrende „Banane“ vom Publikum als originellstes Gefährt gewertet worden ist. 

Horst Garbe, DK3GV, Pressewart des Amateurfunkortsverbandes Freiburg (A05)

Fotos von den Funkamateuren zur Veröffentlichung in den Medien genehmigt.

(Fotografin Andrea Späthe):

Alexander Brüske (DL1AFA, Mitte) zusammen mit seinem Absicherungsteam.

(Fotograf: Hartwig Kauschat, DL7BC):

Selbst an einem „Taxi“ mangelte es beim Seifenkistenrennen nicht!

„Fielday“ auf dem Atillafelsen am Tuniberg

Der siebte und achte September war für die staatlich geprüften Funkamateure das Wochenende des „Fielddays“. Was nichts anderes bedeutet, als aus der freien Natur mit netzunabhängigen Geräten portablen Funkbetrieb zu machen. Letztendlich aber auch, um am über Europa hinaus veranstalteten Fielddaywettbewerb teilzunehmen. So auch die im Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC) organisierten Funker des Freiburger Ortsverbandes A 05. 

Experimenteller Funk aus den Rebbergen

So fanden sich schon ab Freitagnachmittag rund 10 Funker traditionell auf dem für solche Wettbewerbe bestens geeigneten „Attillafelsen“ auf dem Tuniberg bei Freiburg ein. Einen Tag später staunten die in dem weitläufigen Gebiet zur Weinprobe geladenen und mit historischem Gefährten von den Winzern durch die Reben geführten Weingenießer nicht schlecht. Da waren sozusagen über Nacht außergewöhnliche, mitunter fragile, aber immer wetter- und sturmresistente Antennengebilde entstanden. Und nicht nur das! Aus verschiedenen Wohnmobilen und einem zum Schlafgemach umgebauten halben Auto (kein Scherz) tönten für nicht Eingeweihte seltsame Rufe, insbesondere aus dem Zentrum der Funkaktivitäten, einem hierfür umgerüsteten Kleinlaster mit Kastenaufbau: „CQ, CQ – Fieldday!“ Also, mit „Allgemeiner Anruf – Fieldday“ ging es auf der guten alten Kurzwelle in die Welt, um möglichst viele Funkpartner zum Erzielen vieler Punkte zu erreichen. So brummten Stromerzeuger vor sich her und Solarzellen sowie Batterien sorgten für die nötige Energie zum Betrieb der Sender und Empfänger. 

Zwischen Grill und moderner Sendetechnik

Faszinierende Sendetechnik und erstaunliche Antennenkonstruktionen, die nicht nur Funkamateure aus den benachbarten Amateurfunkortsverbänden, wie „Dreiländereck, A 09“ aus Lörrach oder „Kaiserstuhl, A 33“ in Breisach interessierten, sondern auch die zahlreich durch die Reben streifenden Besucher. Konnte am Freitag der Freiburger Ortsverbandsvorsitzende Alexander Brüske mit Rufzeichen DL1AFA noch zum gemütlichen Grillabend einladen und sich die Funker einem warmen sonnigen Samstag hingeben, mussten sie sich am Sonntag den ergiebigen Regenmassen ergeben. Letztendlich aber mit der positiven Erkenntnis: Egal, welche Wetterkapriolen, wir sind beim nächsten Fielddaytag wieder mit dabei!    

Horst Garbe, DK3GV, Pressewart des Amateurfunkortsverbandes Freiburg, A 05

 

Peter Eppich (DK6PT, im Fahrzeug) mit seiner speziell für den portablen Funkbetrieb ausgelegten Funkanlage zusammen mit Rainer Kenz (DK3KR) auf dem „Atillafelsen“.

Füchse jagen nach Amateurfunkart!

Im Rahmen der „Freiburger Ferienpass“-Aktion, bei der Kinder und Jugendliche in den Sommerferien zahlreichen spannenden Aktionen nachgehen konnten, sorgten die Freiburger Funkamateure kürzlich für ein außergewöhnliches Spektakel: Der Jagd nach „Füchsen“! Und so staunten die neun Interessierten im Alter zwischen 11 und 15 Jahren, darunter auch zahlreiche Mädchen, nicht schlecht, dass es sich bei den „Füchsen“ um im Mooswaldgelände versteckte Kurzwellensender handelte. Sie alle zu finden, sozusagen zu jagen, und das in möglichst kurzer Zeit, war das Ziel.

Sämtliche „Füchse“ in kurzer Zeit “erlegt“!

Hierzu gaben der Vorsitzende des im Deutschen Amateur Radio Club (DARC) organisierten Freiburger Ortsverbandes „A05“, Alexander Brüske mit Rufzeichen DL1AFA, sowie seine Mitstreiter Markus Finken (DO5MAF), Hartwig Kauschat (DL7BC), Rainer Oesterle (DJ3RO) und Werner Ludwig (DF4VU) den jungen Leuten eine detaillierte Einweisung nicht nur in die Faszination des globusumspannenden Amateurfunks, sondern insbesondere auch in den Umgang mit den ausgehändigten Peilempfängern und den Ausbreitungen der Funkwellen. So galt es unter anderem, die verschiedenen im Mooswald versteckten „Füchse“ anhand ihrer ausgesendeten Kennungen zu unterscheiden, sich nicht durch plötzlich starke Signale, die im nächsten Moment schon wieder aufgrund von Reflektionen verschwunden sein konnten, irritieren zu lassen und letztendlich den „Fuchs“ zu finden. Und gerade hierbei zeigten die jungen Leute mehr als großes Geschick, meisterten sie doch diese knifflige Aufgabe mit Bravour! So freuten sich die Freiburger Funkamateure den in zwei Gruppen aufgeteilten „Jägern“ zu ihrem verdienten Sieg zu gratulieren. Sämtliche „Füchse“ wurden gefunden beziehungsweise fachgerecht gepeilt! Als Anerkennung gab es für die erfreuten Sieger elektronische Sachspenden des Partners „Omega Elektronik“.

Gäste bei den Funkern immer willkommen!

Zudem hatte sich zu der spannenden Jagd als Gast aus dem Ortsverband Dreiländereck (A09, Lörrach) Funkfreund Dr. Mathias Moeller (DL1RMM) eingefunden. Die Freiburger Funkamateure treffen sich jeden Freitag ab 19:30 Uhr im „Walter-Pfister-Clubheim“ auf dem Gelände des Flugplatzes. Leicht zu erkennen am großen Antennenmast. Interessierte und Gäste sind immer gerne gesehen!

Horst Garbe (DK3GV), Pressewart des Amateurfunkortsverbandes Freiburg (A05)

 

Funkamateur Alexander Brüske mit Rufzeichen DL1AFA (links) weihte die jungen Leute in die erfolgreiche Vorgehensweise beim Funkpeilen ein.

 

Fotografierte Personen einverstanden mit einer Veröffentlichung!

Fotos - gemacht von Hartwig Kauschat, DL7BC

Funkamateure besuchten das Führungs- und Lagezentrum in Freiburg

Der Freiburger Polizeidirektor Achim Zitzer freute sich, neulich Funkamateure aus den im Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC) organisierten Ortsverbänden Freiburg (A05) und Kaiserstuhl (A33) sowie Interessierte aus dem Verband der Funkamateure in Telekommunikation und Post (VFDB, Z06) in den Räumen des Polizeipräsidiums Freiburg begrüßen zu können. Die Funkamateure zeigten sich aber nicht nur beeindruckt von der dort verwendeten modernsten  Funktechnik, sondern auch über die Anwendungen in der aktuellen Verbrechensbekämpfung, die Zitzer anschaulich demonstrierte. Und keinesfalls steht das Führungs- und Lagezentrum jedermann sozusagen als „touristische Attraktion“ offen. Vielmehr ging der Besuch dieses Hochsicherheitsbereichs auf die Initiative von Funkamateur Gebhard Moser mit dem Rufzeichen DK4GZ zurück, der früher selbst einmal im Polizeidienst tätig war und sozusagen einen ehemaligen Kollegen in Begleitung seiner Funkfreunde besuchte.

Notrufe von Emmendingen bis nach Waldshut

Was früher einmal Standard war, mit Wahl der Telefonnummer 110 zur hiesigen Polizeiwache seines Ortes zu gelangen, ist längst überholtes Gedankengut von Gestern. Wer heute aus dem Stadtkreis Freiburg sowie den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen, Lörrach und Waldshut diese Nummer wählt, landet zentral in Freiburg im Polizeipräsidium in der Bissierstraße. Hier nehmen speziell auf eingehende Notrufe ausgebildete Polizeibeamte mit Unterstützung von Notrufassistenten die Anrufe kompetent entgegen. „Zentral macht deswegen Sinn“, so Zitzer, „weil wir die Standorte unserer Fahrzeuge per GPS auf dem Monitor sehen, also sofort das nächste in der Nähe des Vorfalls befindliche Fahrzeug in kürzester Zeit an den Einsatzort schicken können!“ Und darum geht es: Schnelles Handeln und taktisches Geschick bei der Einsatzorganisation. Die moderne Technik von heute macht dies möglich. Hierfür wurden in dem komplett sanierten und mit modernster Technik ausgestatten Gebäude rund 3.1Millionen Euro investiert! Man folgte damit der seit 2014 in Baden-Württemberg geltenden neuen Polizeistruktur. Anfang März 2018 wurde das neue Führungs- und Lagezentrum Freiburg feierlich eröffnet. Und die Funkamateure stehen dem in Nichts nach, auch sie haben ein eigenes Ortungssystem: APRS genannt. 

Durch- und Überblick an vier Monitoren

Die Beamten haben an gleich vier Monitoren den Überblick über Fahrzeugstandorte, Sachstände zu den laufenden Einsätzen und anderem mehr. Letztendlich macht dies der moderne Digitalfunk möglich, eine weitere Schnittstelle zu den Funkamateuren, die sich mittlerweile sogar globusweit vernetzt digital austauschen und sich somit den völkerverständigenden Kontakten nicht nur per Kurzwelle hingeben. Hinzu kommt, als Experimentalfunk dem Zeitgeist zu entsprechen, also die Leidenschaft des Experimentierens nun digital auszuleben, sei es per Sprechfunk oder per Datenübertragung. Neben den spannenden Ausführungen von Achim Zitzer begeisterten auch der seine Ausführungen unterstützende Film sowie der direkte Blick in die an diesem Abend mit rund acht Spezialisten besetzte Notrufannahmezentrale, auf dessen Monitoren sich zu diesem Zeitpunkt rund 50 Einsätze widerspiegelten. Insgesamt, so informierte Zitzer, waren im vergangenen Jahr rund 192.000 Notrufe zu bewältigen. Täglich gehen zwischen 400 und 650 Anrufe ein! 

Sicherheit durch ausgebildete Spezialisten und modernste Technik

Letztendlich blieb neben der Faszination an der modernen Funktechnik auch dieser Eindruck bei den Besuchern zurück: Hier bei der Polizei finden sich jene professionellen Spezialisten, die einem in einer Notlage kompetent ausgebildet und technisch sehr gut ausgerüstet helfen! Als Dank gab es für Zitzer eine Flasche Wein (keine Beamtenbestechung, Zitzer war bereits im Feierabend!) sowie ein paar Erinnerungsfotos von Gebhard Moser aus der „guten alten gemeinsamen analogen Zeit“.

Horst Garbe, DK3GV, Pressewart des Amateurfunkortsverbandes Freiburg (A05)

 

 

Die aus Freiburg und Umgebung stammenden Funkamateure mit Gebhard Moser (DK4GZ, 3.v.l.) vor dem Freiburger Polizeipräsidium mit seiner beeindruckenden Antennenanlage.

 

Polizeidirektor Achim Zitzer (3.v.l.) erklärt den Funkamateuren, darunter  Gebhard Moser (DK4GZ, 4.v.r.), an einer der Notrufannahmestellen die Vorgehensweise der dort tätigen Beamten.

Polizeidirektor Achim Zitzer (3.v.r.) informiert über die Arbeit der speziell ausgebildeten Beamten an den Notrufannahmeplätzen.

 

  Die gezeigten Personen waren/sind aus AN-/Nachfrage mit einer medialen Veröffentlichung einverstanden!