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Aktuelles

Aus dem Rheintal über den Kandel bis zum Klippeneck!

Die Mitglieder der „Notfunkregionalgruppe Schwarzwaal-Baar-Heuberg“ der im Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC) organisierten Funkamateure haben am Samstag, den 18. Mai, ihre Notfunkübung abgehalten. Unter Federführung der von den Notfunkreferenten der Amateurfunkortsverbände Rottweil (P10) mit Tobias Pötsch, Rufzeichen DL1TOB und Markus Hüttermann (DK6ABC) vom Ortsverband Tuttlingen (P13) durchgeführten Übung nahmen auch zahlreiche Funkamateure aus dem Breisgau teil. Voraussetzung: Ihre Funkanlage musste katastrophentauglich sein, also autark vom Stromnetz einsetzbar sein!

Im Chaos klaren Kopf behalten!

Angenommen wurde ein Erdbeben, bei dem Verletze zu beklagen waren und es zu zahlreichen Schäden an Straßen und Häusern in der Region gekommen war. Letztendlich war die Kommunikationsinfrastruktur von Polizei und Rettung sowie die der privaten Kommunikation per Telefon, sowohl Festnetz als auch mobil, aufgrund der zerstörten Stromnetze und zum Teil umgeknickter Sendemasten mehr als stark in Mitleidenschaft gezogen. Gerade bei solchen oder ähnlichen Szenarien stehen die Funkamateure aufgrund ihrer autarken Technik und dem Wissen um die korrekte Durchführung von Sprech- und Datenfunk den Behörden gerne unterstützend zur Seite. So auch der Notfunkbeauftragte des Ortsverbandes Freiburg, Alexander Brüske (DL1AFA), der sich auf dem Waldkircher Hausberg Kandel in einer Höhe von rund 1.200 Metern postiert hatte. Mit seinem sogenannten Crossband Repeater sorgte er unter anderem dafür, dass die Stationen aus dem Rheintal, wie der Notfunkbeauftragte des Ortsverbandes Kaiserstuhl (A33), Fred Späthe (DO2GF), die Aktiven des Ortsverbandes Markgräflerland in Neuenburg sowie die ebenfalls beteiligte Schulstation DK0GSM in der Georg-Kerschensteiner Schule in Müllheim ihre Meldungen an die Leitstation auf dem Klippenweck oberhalb Denkingen im Landkreis Tuttlingen störungsfrei weiterleiten konnten. Letztendlich verband das Funknetz unter anderem die Regionen von Reutlingen über Tuttlingen, das Rheintal und das Elsass bis hin zum Bodensee und in die Schweiz! 

Antennen wecken immer wieder das Interesse!

Neben interessierten Besuchern aus der Bevölkerung, die sich zunächst über die aufgebauten Antennen wunderten, fanden auch am Notfunk interessierte Funkamateure, wie Thomas Rüggeberg (DL8GBR) und Andreas Schwabe (DL8GBS), den Weg auf den Kandel. 

Horst Garbe (DK3GV), Pressewart des Amateurfunkortsverbandes Freiburg (A05)

 

Die Funkamateure Thomas Rüggeberg (DL8GBR, links) und Andreas Schwabe (DL8GBS, rechts) lauschten mit Interesse den Gesprächen aus dem Lautsprecher der Notfunkanlage von Alexander Brüske (DL1AFA).

 

Funkamateure brachten die „Hochburg“ in die Luft!

Was für Gewerkschafter der „Tag der Arbeit“ ist, bedeutet für die staatlich geprüften Funkamateure „Castle on the Air“ (COTA, „Burgen in der Luft“), der Deutsche Burgentag. Einmal mehr wurde an diesem 1. Mai von zahlreichen Burgen, Festungen und Schlössern aus in Deutschland gesendet. In gewisser Weise war es auch für die Funkamateure ein „Tag der Arbeit“! Mussten sie doch ihr Funkequipment auf die Hochburg transportieren, ihre Gerätschaften aufbauen und nicht zuletzt die Antennen für Kurzwelle und UKW installieren – natürlich immer so, dass das historische Gemäuer keinen Schaden nahm. 

Zahlreiche deutsche und internationale Kontakte

Unter Federführung der im Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC), Ortsverband Freiburg (A05), organisierten Funker Alexander Brüske mit Rufzeichen DL1AFA und Hartwig Kauschat, DL7BC, wurde die Festung „Hochburg“ soweit die Funkwellen reichten unter dem Freiburger Clubrufzeichen „DK0FR“ bekannt gemacht. Eine Burg von insgesamt 120 an diesem Tag aktivierten Burgen aus ganz Deutschland! Zahlreiche Funkamateure begeistern diese Burgenkontakte nicht nur deswegen, um die historischen Bauwerke näher kennenzulernen. Auch geht es darum, für eine gewisse Anzahl von gefunkten Burgen entweder den „German Castle Award“ oder internationale „Diplome“ für eine entsprechende Anzahl von Burgenkontakten zu erhalten. Seit 2014 gibt das deutsche Burgenteam gemeinsam mit dem Amateurfunkortsverband Stiftland (U23) das COTA-Diplom-Programm heraus. Seitdem wurden mehr als 3000 Diplome in über 30 Länder ausgegeben. Resümee dieses Deutschen Burgentages für die Aktiven auf der Hochburg: 148 Kontakte in zahlreiche Länder Europas! Mehr ließen die derzeit bescheidenen Funkwetterbedingungen leider nicht zu. Hartwig Kauschat begeisterte indes immer wieder mit seinen Sprachkünsten, ob in Italienisch, Französisch oder Englisch, er begrüßte die Funkfreunde immer fließend in der passenden Sprache. Ferner erhielten die Hochburgfunker auch Besuch von Gleichgesinnten, die dann gerne einmal das Mikrofon übernahmen. Und die funkenden Burgenfreunde freuen sich schon auf den Sommer, dann nämlich gibt es den Internationalen Burgentag!

Tolle Unterstützung durch den Hochburgverein!

Zudem wurde den Funkamateuren, vor allem aber auch den zahlreichen Burgbesuchern, der 1. Mai-Feiertag mehr als schmackhaft gestaltet. Hierfür sorgten die ebenfalls – allerdings aus ganz anderer Motivation heraus – funkenden Wehrfrauen und –männer der Freiwilligen Feuerwehr Emmendingen, Abteilung Maleck-Windenreute. Letztendlich förderten sie mit ihrem großen Angebot an Speisen und Getränken das Durchhaltevermögen der Funker, die von acht Uhr bis 17 Uhr auf der Hochburg aktiv waren. Dank dafür letztendlich ebenfalls an den Hochburgverein, der es erst ermöglichte, von diesem besonderen Platz aus zu senden! 

Horst Garbe (DK3GV), Pressewart des Amateurfunkortsverbandes Freiburg (A05)

Hartwig Kauschat (DL7BC), Gast Roland Lupberger (DL7GAR) und Alexander Brüske (DL1AFA, von links) sowie Gast Michael Bähr (DL6GD, sitzend) faszinierten die Besucher der Hochburg und die europäischen Funkamateure gleichermaßen mit ihren drahtlosen Kontakten.

Wenn es aus Kopfhörern und Lautsprechern piepst!

Sozusagen die erste „digitale Übertragungsart“ stellt das Morsen dar. Mit langen und kurzen Zeichen, entsprechend dem „Ja“ und „Nein“ der digitalen Welt, können per Funk, Draht, Licht oder per Klopfzeichen Nachrichten weitergegeben werden. Auch, wenn heute unter anderem moderne digitale Übertragungsarten, wie das Computerprogramm „FT 8“, bei den Funkamateuren hoch im Ansehen steht, das zum „Weltkulturerbe“ erhobene Morsen gerät nicht in Vergessenheit! So auch nicht bei den im Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC) organisierten Funkamateuren des Freiburger Ortsverbandes (A05).  

Wenn ein Piepsen zur Nachricht wird

Seit Mitte März finden sich wöchentlich sowohl am Samstag (Anfänger und Neulinge) als auch am Dienstagabend (Wiedereinsteiger) interessierte Morsefunker aus Freiburg und Umgebung im Walter-Pfister-Clubheim auf dem Gelände des Freiburger Flughafens ein. Konzentriert entschlüsseln sie die durch die erfahrenen Morselehrer Franz Epple mit Rufzeichen DF7GR und Gebhard Moser (DK4GZ) gegebenen Morsezeichen, schwingen aber auch selber einmal die Taste, um so Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen zu geben. Auch, wenn Samuel Morse dieser Nachrichtentechnik seinen Namen gab, war es doch sein Mitarbeiter Alfred Louis Vail, der 1838 den ersten Code schuf. Ganze zehn Jahre später war es dann Friedrich Clemens Gerke, der den Code überarbeitete und letztendlich zum auch heute noch angewendeten Standard machte. Kam früher das Morsen insbesondere bei der Seeschifffahrt, dem Militär, aber auch bei den amerikanischen Eisenbahnen, zum Einsatz, ist es heute noch bei den Funkamateuren weit verbreitet. Die Gründe liegen auf der Hand: Mit einfachen Mitteln sind bei kleinen Leistungen große Entfernungen zu überbrücken, sogar bei Störungen setzen sich die Morsesignale vielfach durch! Hinzu kommt eine standardisierte Übermittlungstechnik, so dass man kein Fremdsprachenspezialist sein muss, um mit der Welt in Kontakt treten zu können. 

Konzentration und Übungsfleiß sind gefragt!

Und so versuchen drei Neulinge in die Welt der „geheimnisvollen“ Morsezeichen vorzudringen und 11 schon einmal mit der Materie Betraute wieder in der Welt der Morsekunst Fuß zu fassen. Nicht immer einfach, andererseits aber auch nicht anders, als wenn man eine Melodie im Radio hört und sofort den Titel erkennt. Nicht anders sollte es bei den Morsezeichen sein. Die beste Hilfe: Üben, üben und nochmals üben! Und letztendlich stellt der Morsefunker nicht ohne Stolz fest: Mit dem Computer kann jeder, aber mit Morsetaste, Kopf und Bleistift… Am Amateurfunk Interessierte finden weiter Informationen unter http://wp.dk0fr.de/

Horst Garbe (DK3GV), Pressewart des Amateurfunkortsverbandes Freiburg, A05

Die Funkamateure und Morseausbilder Franz Epple (DF7GR, links sitzend) und Gebhard Moser (DK4GZ, Mitte sitzend) mit ihren Auszubildenden! 

Am vergangenen Freitag hat die Jahreshauptversammlung im prall gefüllten Walter-Pfister-Clubheim auf dem Freiburger Flughafen stattgefunden. Hierbei ergab sich eine Änderung. Aufgrund der beruflich bedingten Ortsveränderung des bisherigen Vorsitzenden Markus, DH5WM, wurde mit großer Mehrheit als neuer Vorsitzender Alex, DL1AFA, in diesem Amt bestätigt.

Des Weiteren blieben in ihren Funktionen der stellvertretende Vorsitzende Axel, DG3AL, der Schriftführer Achim, DL1GWO und der Kassierer Hartwig, DL7BC, erhalten. Der scheidende Vorsitzende bedankte sich für die in den vergangenen Jahren zusammen mit Vorstand und Mitgliedern erlebte sehr gute Zusammenarbeit.

Der neben Mitgliedern und Gästen aus den umliegenden Ortsverbänden ebenfalls anwesende Distriktvorsitzende Klaus, DF3GU, freute sich, die Ehrungen für die langjährigen Mitglieder vornehmen zu können. Allen voran mit 60 Jahren DARC – Zugehörigkeit OM Ernst, DJ0JG. Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden Christine, DF6UI und Arno DC8TH, mit Urkunde und Ehrennadel ausgezeichnet.


Der TechniClub 2018/19 ist abgeschlossen . 1 Mädchen und 12 Jungen zwischen 9 und 15 Jahren haben teilgenommen. Am letzten Samstag haben wir  eine DigitalUhr nach einem Entwurf von Markus DH5WM gebaut. 

Der TechniClub wird nach einer Pause fortgesetzt. Informationen dazu gibt es dann hier.

(Fotos: DL7BC, alle mit Zustimmung.)