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Aktuelles

Wir berichteten vor nicht allzu langer Zeit vom Umbau von DB0FRB. Der DAPNET Sender ist nun fertig und in den Regelbetrieb übergegangen.

Also holt eure Pager aus den Schublade und lasst sie piepsen. Der Sender reicht im Norden bis nach Waldkirch. Für den Süden fehlen leider noch ein paar Tests bzw. Berichte.

 

Wegen erhöhter Nachfrage nach DMR im Freiburger Umkreis hat Alex DL1AFA beschlossen den D-Star-Repeater DB0FRB umzubauen. Dieser bekommt jetzt ein sogenanntes MMDVM (Multi Mode Digital Voice Modem) und wird dann in Zukunft DMR und D-Star auf 439.5625 MHz übertragen.

In spätestens 4 Wochen soll der neue Repeater dann on Air gehen. Ein großer Dank geht schon jetzt an alle Spender, die das Relais unterstützen und somit den Umbau erst möglich gemacht haben.

Weiter ist auch noch der Aufbau eines DAPNET-Senders geplant. DAPNET basiert auf dem POCSAG-Protokoll und ist quasi die Weiterentwicklung des alten Funkruf-Netzes. Also könnt ihr demnächst eure alten Skyper, die in der Schublade verstauben rausholen und kräftig Nachrichten verschicken.

Wir werden wieder berichten wenn einer der Sender fertiggestellt ist.

Auf den technischen Spuren der Schauinslandbahn

Nahe Freiburg führt die bereits im Juli 1930 eröffnete erste Großkabinenumlaufseilbahn auf Erden zum Gipfel des Berges „Schauinsland“. Zu einem Ausflug auf den Berg hatten die Mitglieder des Ortsverbandes Freiburg, A05, organisiert im Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC), eingeladen. Im Rahmen der Technikführung der Freiburger Verkehrs AG wollte man nicht nur die auf dem Berg von den Freiburger Funkamateuren betriebene Relaisfunkstelle für Sprech- und Datenfunk mit dem Rufzeichen „DB0FRG“ sehen, sondern vor allem die technischen Raffinessen der einmaligen und unter Denkmalschutz stehenden Seilbahn kennenlernen. 

Vielseitiges Amateurfunkrelais auf dem Schauinsland

Hierzu begrüßte der Vorsitzende des Freiburger Ortsverbandes, Markus Wallschlag mit dem Rufzeichen DH5WM, am 26. Mai gleich 14 staatlich lizensierte Funkamateure und technisch Interessierte aus dem Freiburger Ortsverband sowie aus weiteren Ortsverbänden der Region an der Talstation in Horben. Gemeinsam ging es der Bergstation in 1.220 Meter Höhe entgegen. Dabei wurde eine Streckenlänge von 3.600 Meter zurückgelegt. Wallschlag ließ es sich nicht nehmen, vor der eigentlichen Bahnbesichtigung auf die auf dem Schauinsland installierte moderne Amateurfunkrelaisfunkstelle hinzuweisen. Mit der Anlage, deren Dipol- und Yagiantennen direkt zu Beginn der Bergstation zu sehen sind, wird nicht nur Freiburg, sondern auch ein Großteil des Schwarzwaldes sowie des Rheintals mit Sprech- und Datenfunk, wie dem „ham net“, versorgt. 

Geschichten und Fakten humorvoll verpackt

Maschinist und Seilbahnspezialist Wolfgang Diringer von der Freiburger Verkehrs AG führte die Funkamateure dann mit lebendigen und humorvollen Worten in die geschichtliche Historie und die technischen Geheimnisse der Bahn ein. Unter anderem erfuhren die Funker, dass die Bahn einen Höhenunterschied von 746 Meter bewältigt, die Zerreißfestigkeit des Tragseils 250 Tonnen beträgt und das Tragseil einen Durchmesser von 50 mm aufweist. Aber nicht nur das begeisterte die sich dem technischen Hobby verschriebenen Funker. Besondere Aufmerksamkeit erhielt der im Tragseil eingeflochtene Lichtleiter und seine 27 Adern zur Kommunikation zwischen Tal- und Bergstation. Unfassbar, dass trotz der unterschiedlichen Materialien, wie Metall und Lichtleiter, dieser nicht zerreißt! Faszinierend auch, dass das Tragseil mit einer Wäscheklammern ähnlichen Technik je nach Betriebsanfall mit mal mehr oder weniger Gondeln bestückt werden kann! Überwacht von moderner computerunterstützter Technik ging es zum Abschluss der Führung zum Herz der Anlage, dem Antrieb mit einer Nennleistung von rund 220 Kilowatt. Er treibt eine Treibscheibe an, die wiederum das Seil in  Bewegung hält und so die Gondeln bergauf und bergab bringt. 

Trotz digitaler Technik der Funk als letzte Sicherheit!

Letztendlich zeigten sich die Funkamateure erfreut darüber, dass auch bei der Schauinslandbahn noch Funk zum Einsatz kommt. Sollten Lichtleiter und andere Technik versagen, stehen Berg- und Talstation per Sprechfunk in Verbindung, ganz so, wie es auch die Funkamateure untereinander halten. Letztendlich für alle ein faszinierender und lehrreicher Ausflug, der mit Kaffee und Kuchen in der Schauinslandgaststätte mit faszinierendem Blick über Freiburg ein mehr als genüssliches Ende fand.

Horst Garbe, Pressewart des Amateurfunkortsverbandes Freiburg, A 05

 Wolfgang Diringer (links) erklärt den Funkamateuren die Technik der Seilbahn. 

Wolfgang Diringer (rechts) erklärt den Funkamateuren die Technik der Seilbahn.

Die von einem starken Motor angetriebene Treibscheibe (links), über die das Tragseil in Bewegung gehalten wird.

Das Geheimnis im Tragseil: Die digitale Kommunikation per Lichtleiter zwischen Berg- und Talstation.

 

Fotos von den gezeigten Personen zur Freigabe bestätigt, Text ebenfalls zur freien Verwendung.

 

Allgemeiner Anruf von der Waldkircher „Schwarzenburg“!

Nein – das war diesmal für die Burgenfreunde und Funkamateure Hartwig Kauschat mit Rufzeichen DL7BC und Alexander Brüske, DL1AFA, kein einfaches Unterfangen! Denn am 1. Mai, dem Burgentag der Funkamateure, waren sie unterwegs zur Ruine „Schwarzenburg“ bei Waldkirch im Breisgau, um am Amateurfunkwettbewerb „COTA – Castle on the Air“, teilzunehmen. 

Erstmals Funkbetrieb von der „Schwarzenburg“

Die wenigen verbliebenen Gemäuer der vermutlich zwischen 1122 und 1136 auf dem rund 656 hohen Ausleger des Kandels, dem „Schwarzenberg“, erbauten Burg sind durchaus nicht leicht zu erreichen. Im Rahmen des Burgenwettbewerbes wurde diese Burg, wie zuvor auch schon die Waldkircher „Kastelburg“, erstmalig von den beiden Funkspezialisten aktiviert, also zum ersten Mal von hier Amateurfunkbetrieb gemacht. Dazu bedurfte es der Installation einer netzunabhängigen Funkanlage und der Installation der entsprechenden Antennen. Immerhin wurden die Anstrengungen zum Stationsaufbau mit zahlreichen Kurzwellenverbindungen belohnt, denn an diesem Tag meinte es die Funkwellenausbreitung mit ihnen mehr als gut. Obwohl derzeit wegen mangelnder Sonnenflecken die Ausbreitungsbedingungen der Funkwellen auf Kurzwelle mehr als bescheiden sind, an diesem Tag reichten die Verbindungen zumindest europa- und deutschlandweit. Und so kam es nicht selten zum sogenannten „pile up“, wenn viele Stationen auf einmal die rare Burgenstation in ihre Sammlung aufnehmen wollen. Letztendlich durch eine entsprechende Bestätigungskarte, der „QSL-Karte“, dokumentiert. So konnten von 11 Uhr bis 16 Uhr auf dem 40 Meter Band 121 Kontakte getätigt werden und auf dem 20 Meter Band 57 Kontakte erzielt werden. Die weiteste Verbindung reichte bis in den Ural, in dem man nun auch über die „Schwarzenburg“ informiert ist. Ein Funkamateur sendete sogar aus dem Flugzeug seine Grüße nach Waldkirch.

Schmackhaftes als Lohn der vergnüglichen Arbeit 

Als Dank für das Engagement brachten der Waldkircher Funkamateur Markus Finken, DO5MAF, sowie der Ortsverbandsvorsitzende des Emmendinger Funkclubs A 16, Gerold Bey, DL8BBP, den „funkenden Rittern der Neuzeit“ Kaffee und Kuchen auf die Burg. So etwas nennen die Funkamateure „Ham spirit“. 

Horst Garbe, DK3GV, Pressewart des Amateurfunkortsverbandes Freiburg, A05

 

Hartwig Kauschat, DL7BC, mit seinem Sendeequipment bei der Aktivierung der Schwarzenburg. (Foto: Alexander Brüske)

Kürzlich hatten sich rund 40 Funkamateure im „Walter-Pfister-Clubheim“ des im Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC) organisierten Amateurfunkortsverbandes Freiburg (A05) auf dem Freiburger Flugplatz eingefunden. Sie lauschten dem spannenden Vortrag von Funkamateur Marcel Müller mit Rufzeichen DO5TMM zum Thema: „SOTA - Funken von den Bergen“.

Zu Fuß und gut bepackt in luftige Höhen!

SOTA – „Summits on the Air“ – das Funken von den Bergen - wurde von britischen Funkamateuren im März 2002 als Wettbewerb ins Leben gerufen. Ziel ist es, möglichst viele Bergfunker zu kontaktieren oder als Bergfunker selbst möglichst viele Berge funktechnisch zu „aktivieren“. Rund um den Globus sind hierfür offiziell 119.756 Gipfel im SOTA-Programm registriert. Somit ist die Zukunft des Bergfunkens für Marcel Müller gesichert! Wer nun aber glaubt, dass Funkbetrieb von den Bergen einfach ist, der täuscht sich! Ein detailliertes Regelwerk, so erfuhr man, legt fest, wie man als Funkamateur einen Berg aktiviert. Mal eben mit dem Auto und dem Mobilfunkgerät auf die Anhöhe, das geht nicht! Unter anderem ist die Höhe der Berge maßgebend, die keinesfalls kleine Hügel sein dürfen und noch viel wichtiger: Der Funker darf seine Ausrüstung nur per Muskelkraft auf die Berge bringen!

Explizit für Bergtouren ausgesuchte Funktechnik

Von daher war es für die Vortragsgäste mehr als spannend, die unterschiedlichsten Gerätschaften von Müllers Bergtouren in Augenschein zu nehmen. Dazu zählten nicht nur ein möglichst kompaktes Funkgerät, sondern leicht verstaubare Antennen, nicht zu schwere und doch lang durchhaltende Akkus oder auch Solarpaneele. Beeindruckend, die gezeigten Fotos winterlicher Landschaften aus der Schwarzwaldregion, ist Müller doch in Stegen-Eschbach nahe der Höhen zu Hause. „Zwar wird es einem beim Ersteigen der Berge im Winter warm, aber dann gilt es, die richtige Kleidung zu haben“, mahnte Müller die auf den Geschmack Gekommenen an, „denn recht schnell kann der Körper dann beim Funkbetrieb auskühlen!“ Zahlreiche weitere Tipps zum erfolgreichen Bergfunken folgten, darunter auch der umweltbewusste Gedanke, immer einen Müllbeutel mitzuführen! Lohn der Mühen: Spaß an der Freud` und an den sogenannten „Diplomen“ (Urkunden) und Plaketten als Auszeichnung. An Humor, eben typisch britisch, fehlt es nicht, heißt doch eine Auszeichnung „Mountain Goat“: „Bergziege“! Und manchmal trifft man auch so richtige „Bergfreaks“, wie auf dem „Kandel“ bei Waldkirch. Dort lernte Müller das Schweizer Bergfunkeroriginal Dr. Juerg Regli aus Oftringen kennen, der unter seinem Rufzeichen HB9BIN ebenfalls auf Trophäensuche im Äther war. Und das kleine Sendeleistung nicht nur den Akku schont, sondern bei entsprechenden Funkwetterbedingungen das Signal rund um den Globus geht, überraschte einmal mehr auch Marcel Müller: Mit nur 3 Watt (!!!) Sendeleistung reichte es bis nach Brasilien!

Berge, Inseln, Burgen reizen für besondere Funkaktivitäten

Also, nicht wundern, wenn einem auf den zahlreichen Bergen dieser Welt entweder Marcel Müller oder einer seiner zahlreichen funkenden Mitstreiter begegnet. Sie aktivieren nur wieder zur Freude weiterer Funkamateure einen Berg, ganz im Sinne von SOTA – den „Summits on the Air“! Neben den Bergen aktivieren die Funker auch entlegenste Inseln – Island on the Air (IOTA) - oder Burgen – Castle on the Air (COTA) - wie zum Beispiel die „Kastelburg“ von Waldkirch, die im vergangenen Jahr erstmalig aktiviert worden ist.

Horst Garbe (DK3GV), Pressewart des Amateurfunkortsverbandes Freiburg

Marcel Müller mit seiner umfangreichen, und dennoch klein gehaltenen Bergfunkausrüstung.

 

Marcel Müller begeisterte mit seinem nicht nur technisch faszinierenden Vortrag über das Funken aus den Bergen!

 

 

Fotos sind von der gezeigten Person zur Freigabe bestätigt worden.