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Aktuelles

Nach Rolfs DL4GAI (sk) viel zu frühem Ableben, brachte die Übernahme des Relais am Clubheim des A05 auch viele Reparaturen mit sich, die sich ohne hinterlassene Dokumentation alles andere als einfach gestalteten. Aber eine Weitere ist nun auf der Liste abgehakt.

Nach vermutlich mehreren Jahren ist die APRS Lücke in und um Freiburg wieder geschlossen. Der Digipeater tut wieder seinen Dienst dank der neuen Software UIDIGI die die OMs Markus DH5WM und Alex DL1AFA in das EEPROM brannten. Nachdem noch ein Jumper festgestellt wurde der zwei Kontaktstifte am TNC nicht mehr richtig miteinander verbunden hat, sprang der Digi auch gleich an und verrichtete eifrig seine Arbeit.

Entsprechende Berichte von APRS-Anwendern können gerne an DB0FRB@outlook.de gesendet werden.

Dass Funkamateure dank Ihrer drahtlosen Verbindungen per Sprechfunk oder via Morsen rund um den Globus zu den unterschiedlichsten Kulturen Kontakte unterhalten und so das hohe Gut der Völkerverständigung praktizieren ist hinlänglich bekannt. Das aber plötzlich ein Funkamateur an die Tür klopft, der aus Georgien stammt, das gibt es nicht alle Tage. So geschehen am Freitag, den 25. August.

Irakli Kordzakhia – kurz „Ika“ genannt - mit dem Amateurfunkrufzeichen „4L2IKA“ weilte zu einem Besuch in Freiburg. Was lag da näher, als die hiesigen Funkamateure vor Ort zu besuchen. Auf der Webseite „http://dk0fr.de“ hatte sich Ika schnell darüber kundig gemacht, dass sich die Freiburger Funker immer freitags ab 19:30 Uhr im „Walter-Pfister-Clubheim“ auf dem Freiburger Flugplatz treffen. Und so stand der Funkfreund aus Georgien, der durch die Leidenschaft seines Vaters zum Amateurfunk gekommen war, am Freitagabend vor der Tür des Clubheims. Der an der georgischen Technischen Universität Telekommunikation studierende Funkfreund wurde von Funkamateur Hartwig Kauschat (DL7BC) freudig empfangen, ihm die Funkstation gezeigt und mit den weiteren anwesenden Funkamateuren bekannt gemacht. Ika zeigt sich beeindruckt, dass so viele Funker jeden Freitagabend zum Fachsimpeln, technischen Basteln und anderen Aktionen zusammenkommen. Offensichtlich kennt man dies in Georgien so nicht.

Kurzum, Ika fühlte sich offensichtlich wohl unter den Freiburger Funkern, die letztendlich bewiesen, das Völkerverständigung nicht nur über tausende Kilometer Entfernung funktioniert, sondern auch von Angesicht zu Angesicht!

Horst Garbe, DK3GV, Pressewart des Amateurfunkortsverbandes Freiburg, A 05

Funkamateur Irakli Kordzakhia mit Rufzeichen „4L2IKA“ (links) wurde von Hartwig Kauschat im Freiburger Amateurfunkortsverband willkommen geheißen!

Ferienpassaktion mit den Freiburger Funkamateuren

„Fuchsjagd“ im Mooswald!

Wieder einmal hatte die Stadt Freiburg die Daheimgebliebenen oder schon wieder aus dem Urlaub zurückgekehrten Kinder und Jugendlichen aufgerufen, sich am Programm des „Ferienpass“ zu beteiligen. Aber nicht nur die jungen Leute beteiligten sich daran, auch die Freiburger Funkamateure. Sie boten eine „Fuchsjagd“ im Freiburger Stadtteil „Mooswald“ an. Und so hatten sich 10 Kinder und Jugendliche im Alter von 11 bis 14 Jahren, perfekt aufgeteilt in fünf Mädchen und fünf Jungen, im schattigen Mooswald am ansonsten heißen Samstag des 26. August zur Jagd eingefunden.

Klägliches Piepsen der „Füchse“ geortet!

Zuvor hatten unter der Federführung von Funkamateur Alexander Brüske mit Rufzeichen DL1AFA die Helfer Markus Finken (DO5MAF), Hartwig Kauschat (DL7BC) sowie die noch nicht lizensierten Funkinteressierten Kemal Numic, Joel Becherer und Tim Garbe kleine Peilsender im weitläufigen Gebiet des Waldes versteckt, die sogenannten „Füchse“! So strömten die jungen Leute gegen Mittag mit für Unbeteiligte futuristisch aussehenden Geräten, nämlich dem Peilempfänger mit dazugehöriger Antenne, in das Unterholz aus, um die „Füchse“ beziehungsweise Sender zu finden. Zu erkennen an den verschiedenen ausgesendeten Morsezeichen, die die Sender automatisch als Kennung von sich gaben. Ein nicht leichtes Unterfangen, da Funkwellen reflektieren sowie mal besser oder schlechter zu empfangen sind. Es galt also, diese Ausbreitungsbedingungen zu erkennen und sich nicht in die Irre jagen zu lassen.

Die Damenwelt obsiegte!

Letztendlich hatte Helena Scheurer nicht nur das richtige Jagdfieber, sondern auch das ausbreitungstechnische Gespür, um sämtliche fünf „Füchse“ in nur 1 Stunde und 26 Minuten erlegt, pardon, geortet zu haben. Dafür gab es die wohlverdiente Siegerurkunde für den 1. Platz und einen süßen Preis als Beigabe. Natürlich erhielten auch sämtliche weiteren Teilnehmer Urkunden und süße Preise. Zu erreichen sind die Funkamateure jeden Freitag ab 19:30 Uhr im „Walter-Pfister-Clubheim“ auf dem Freiburger Flugplatzgelände sowie im Internet unter wp.dk0fr.de.

Horst Garbe (DK3GV), Pressewart des Amateurfunkortsverbandes Freiburg A 05 

 

Wo mag sich der „Fuchs“ versteckt haben? Konzentration und Können am Empfänger waren gefragt! (Foto: Hartwig Kauschat, DL7BC)

 

Alexander Brüske, DL1AFA (2. Reihe, links) mit seinen „Jägern“ und Helfern nach der Siegerehrung und Preisvergabe. (Foto: Horst Garbe, DK3GV)

 

Helena Scheurer (rechts) war die Siegerin des Tages und nahm aus den Händen des Fuchsjagdorganisators Alexander Brüske (DL1AFA) die wohlverdiente Urkunde mitsamt süßer Belohnung entgegen. (Foto: Horst Garbe, DK3GV)

Hinweis an den DARC und weiteren Presseorganen: Die Eltern der Kinder sind zuvor über das Fotografieren informiert worden und haben hierzu ihr Einverständnis erteilt.

Freiburger Funkamateur erzielte auf seine Art eine „Goldmedaille“

Bereits zum 17. Mal veranstaltete die FINA, die Fédération Internationale de Natation, ihre Schwimmweltmeisterschaft. Diesmal fanden sich die Profis des Wassersports vom 14. bis zum 30. Juli in Budapest, Ungarn ein. Mit dabei auch das Mitglied des Freiburger Amateurfunkortsverbandes A05, Funkamateur Felix Scherer mit dem Rufzeichen DL2SF.

Nein, vor Ort in Budapest war der engagierte Funkamateur nicht dabei, aber mit seinem heimischen Funkgerät. Er lauschte in Freiburg auf Kurzwelle nach Funksignalen der Sonderstationen des ungarischen Amateurfunkverbandes Magyar Rádióamatör Szövetség (MRASZ) anlässlich der Schwimmweltmeisterschaft. Als Spezialist des Tastfunks schwang er kräftig die Morsetaste, wenn er eine der insgesamt 13 Sonderstationen der ungarischen Funkamateure hörte. Und die Ungarn hörten den professionellen Morsefunker und notierten sein Rufzeichen: Da dit dit, dit da dit dit 2 dit dit dit, dit dit da dit. Wobei „da“ für einen langen „Piepser“ steht, und das „dit“ für einen kurzen Ton. Auch, wenn man es im Zeitalter der digitalen Welt nicht glauben möchte, Morsetelegrafie ist die immer noch am sichersten funktionierende Übertragungsart auf der mitunter recht launischen kurzen Welle mit ihren unterschiedlichsten Ausbreitungsbedingungen. Nicht umsonst hat auch die Bundeswehr wieder Morsespezialisten in ihre Kreise geholt.

Nach und nach kamen sämtliche für den begehrten „Gold Award“ wichtigen Stationen in das Logbuch von Felix Scherer. Diese Auszeichnung, sozusagen die „Goldmedaille für den Funkamateur“, war der Dank für die Teilnahme an den Schwimmweltmeisterschaften, ohne dafür auch nur mit einem Tropfen nass geworden zu sein.

Horst Garbe, DK3GV, Pressewart des Amateurfunkortsverbandes Freiburg, A05

Felix Scherer, DL2SF, an seiner heimischen Funkstation.

Der begehrte „Gold Award“ für Felix Scherer, DL2SF, anlässlich der Schwimmweltmeisterschaften in Ungarn.