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Amateurfunk bei den Science Days im Oktober im Europa Park

GHSE-Schüler bereiten sich intensiv auf Funkkontakt mit Astronauten vor!

Es war Heinrich Lamprecht mit dem Amateurfunkrufzeichen DK8GL, Urgestein des Emmendinger Amateurfunks und Mitglied des im Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC) organisierten Ortsverbandes Emmendingen, A16, der den anstehenden Raumfahrtkontakt initiierte. Eine langgehegte Idee, die er nun zusammen mit Thomas Riedel, Berufsschullehrer an den „Gewerblichen und Hauswirtschaftlich-Sozialpflegerischen Schulen“ (GHSE) und ebenfalls Funkamateur (DO8TR) sowie dem Spezialisten für Satelliten- und Weltraumfunk, Matthias Bopp (DD1US), in die Realität umsetzt. Letzterer ist Mitglied der Organisation „Amateur Radio on the International Space Station“, kurz ARISS, die dafür sorgt, das Schulklassen von rund um den Globus Funkkontakt mit den Raumfahrern aufnehmen können. Zudem geht es darum, junge Menschen für technische Berufe, Ingenieursarbeiten und letztendlich den Amateurfunk zu begeistern. Dies ist gelungen, hatten sich doch 18 Schülerinnen und Schüler zur Vorbereitungsveranstaltung am Montag, den 3. Juni, zu einem einleitenden Vortrag in ihrer Schule eingefunden.

Schüler im Raumfahrtfieber!

Studiendirektor Carsten Münchenbach, zuständiger Abteilungsleiter für Naturwissenschaften und Mathematik beim Technischen Gymnasium, freute sich, so zahlreiche Interessenten aus dem sozialwissenschaftlichen und technischen Gymnasium sowie technischem Gymnasium mit Management und der Mechatronik begrüßen zu können. Unter dem Motto „Denk MINT – nimm wahr!“ soll in den vom in Teningen ansässigen Verein „Science und Technologie“ im „Europa Park“ veranstalteten „Science Days“ der Funkkontakt ins Weltall zwischen dem 17. und 19. Oktober wahr werden. Hierzu informierte Bopp die Schüler über die Faszination Amateurfunk mit seinen unzähligen technischen Facetten sowie dem Zusammenkommen mit anderen Ländern und Kulturen per Funk. Völkerverständigung par excelence! Und natürlich setzte Bopp in seinem kurzweiligen mit Fotos, Videos und Audiomitschnitten versehenen Vortrag die Schüler auch über die auf der ISS verwendete Funktechnik in Kenntnis. Hinzu kommt die aufwändige Technik am Boden, um der Raumstation zu folgen und so rund 12 Minuten Kontakt zu ermöglichen. Dann bereits wieder verlässt die ISS das in Rust empfangbare Zeitfenster. Zusammen mit dem erfahrenen Team des DARC-Ortsverbandes Heilbronn (P 05) und deren professioneller Funktechnik, unterstützt durch die Funkamateure der Ortsverbände Emmendingen (A16), Freiburg (A05) sowie Kaiserstuhl (A33) wird der Kontakt zur Raumstation neben den durch die Funkamateure angebotenen elektronischen Bastelarbeiten einer der Höhepunkte der „Science Days“ in diesem Jahr sein. 

Welche Fragen in den Orbit senden?

Die Schüler haben nun die Aufgabe, sich Fragen an die Raumfahrer auszudenken und werden bei einem weiteren Treffen in die „Amateurfunkbetriebstechnik“ eingeführt. Denn ein Funkgespräch hat nach speziellen Regeln zu erfolgen, um letztendlich erfolgreich beendet zu werden. Und wer nun Spaß am Amateurfunk gefunden hat, kann nicht etwa einfach gleich loslegen, sondern muss eine staatliche Prüfung ablegen. Einen Kurs zum Erwerb der Funklizenz kann man bereits im Herbst beim Emmendinger Funkclub belegen. Auskünfte erteilt unter bey.kenzingen@t-online.de der Ortsverbandsvorsitzende Gerold Bey (DL8BBP). 

Horst Garbe (DK3GV), Pressewart des Amateurfunkortsverbandes Freiburg

Studiendirektor Carsten Münchenbach (2.v.l.), Ortsverbandsvorsitzender Gerold Bey (DL8BBP, 3.v.l.), ISS-Funkspezialist Matthias Bopp (DD1US, 4.v.l.) und Initiator des Schulkontaktes Heinrich Lamprecht (DK8GL, rechts) mit einigen der an einem Kontakt mit den Raumfahrern interessierten Jugendlichen des GHSE.