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Burgenwettbewerb der Funkamateure

Allgemeiner Anruf von der Waldkircher „Schwarzenburg“!

Nein – das war diesmal für die Burgenfreunde und Funkamateure Hartwig Kauschat mit Rufzeichen DL7BC und Alexander Brüske, DL1AFA, kein einfaches Unterfangen! Denn am 1. Mai, dem Burgentag der Funkamateure, waren sie unterwegs zur Ruine „Schwarzenburg“ bei Waldkirch im Breisgau, um am Amateurfunkwettbewerb „COTA – Castle on the Air“, teilzunehmen. 

Erstmals Funkbetrieb von der „Schwarzenburg“

Die wenigen verbliebenen Gemäuer der vermutlich zwischen 1122 und 1136 auf dem rund 656 hohen Ausleger des Kandels, dem „Schwarzenberg“, erbauten Burg sind durchaus nicht leicht zu erreichen. Im Rahmen des Burgenwettbewerbes wurde diese Burg, wie zuvor auch schon die Waldkircher „Kastelburg“, erstmalig von den beiden Funkspezialisten aktiviert, also zum ersten Mal von hier Amateurfunkbetrieb gemacht. Dazu bedurfte es der Installation einer netzunabhängigen Funkanlage und der Installation der entsprechenden Antennen. Immerhin wurden die Anstrengungen zum Stationsaufbau mit zahlreichen Kurzwellenverbindungen belohnt, denn an diesem Tag meinte es die Funkwellenausbreitung mit ihnen mehr als gut. Obwohl derzeit wegen mangelnder Sonnenflecken die Ausbreitungsbedingungen der Funkwellen auf Kurzwelle mehr als bescheiden sind, an diesem Tag reichten die Verbindungen zumindest europa- und deutschlandweit. Und so kam es nicht selten zum sogenannten „pile up“, wenn viele Stationen auf einmal die rare Burgenstation in ihre Sammlung aufnehmen wollen. Letztendlich durch eine entsprechende Bestätigungskarte, der „QSL-Karte“, dokumentiert. So konnten von 11 Uhr bis 16 Uhr auf dem 40 Meter Band 121 Kontakte getätigt werden und auf dem 20 Meter Band 57 Kontakte erzielt werden. Die weiteste Verbindung reichte bis in den Ural, in dem man nun auch über die „Schwarzenburg“ informiert ist. Ein Funkamateur sendete sogar aus dem Flugzeug seine Grüße nach Waldkirch.

Schmackhaftes als Lohn der vergnüglichen Arbeit 

Als Dank für das Engagement brachten der Waldkircher Funkamateur Markus Finken, DO5MAF, sowie der Ortsverbandsvorsitzende des Emmendinger Funkclubs A 16, Gerold Bey, DL8BBP, den „funkenden Rittern der Neuzeit“ Kaffee und Kuchen auf die Burg. So etwas nennen die Funkamateure „Ham spirit“. 

Horst Garbe, DK3GV, Pressewart des Amateurfunkortsverbandes Freiburg, A05

 

Hartwig Kauschat, DL7BC, mit seinem Sendeequipment bei der Aktivierung der Schwarzenburg. (Foto: Alexander Brüske)