Springe zum Inhalt

„Fielday“ auf dem Atillafelsen am Tuniberg

Der siebte und achte September war für die staatlich geprüften Funkamateure das Wochenende des „Fielddays“. Was nichts anderes bedeutet, als aus der freien Natur mit netzunabhängigen Geräten portablen Funkbetrieb zu machen. Letztendlich aber auch, um am über Europa hinaus veranstalteten Fielddaywettbewerb teilzunehmen. So auch die im Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC) organisierten Funker des Freiburger Ortsverbandes A 05. 

Experimenteller Funk aus den Rebbergen

So fanden sich schon ab Freitagnachmittag rund 10 Funker traditionell auf dem für solche Wettbewerbe bestens geeigneten „Attillafelsen“ auf dem Tuniberg bei Freiburg ein. Einen Tag später staunten die in dem weitläufigen Gebiet zur Weinprobe geladenen und mit historischem Gefährten von den Winzern durch die Reben geführten Weingenießer nicht schlecht. Da waren sozusagen über Nacht außergewöhnliche, mitunter fragile, aber immer wetter- und sturmresistente Antennengebilde entstanden. Und nicht nur das! Aus verschiedenen Wohnmobilen und einem zum Schlafgemach umgebauten halben Auto (kein Scherz) tönten für nicht Eingeweihte seltsame Rufe, insbesondere aus dem Zentrum der Funkaktivitäten, einem hierfür umgerüsteten Kleinlaster mit Kastenaufbau: „CQ, CQ – Fieldday!“ Also, mit „Allgemeiner Anruf – Fieldday“ ging es auf der guten alten Kurzwelle in die Welt, um möglichst viele Funkpartner zum Erzielen vieler Punkte zu erreichen. So brummten Stromerzeuger vor sich her und Solarzellen sowie Batterien sorgten für die nötige Energie zum Betrieb der Sender und Empfänger. 

Zwischen Grill und moderner Sendetechnik

Faszinierende Sendetechnik und erstaunliche Antennenkonstruktionen, die nicht nur Funkamateure aus den benachbarten Amateurfunkortsverbänden, wie „Dreiländereck, A 09“ aus Lörrach oder „Kaiserstuhl, A 33“ in Breisach interessierten, sondern auch die zahlreich durch die Reben streifenden Besucher. Konnte am Freitag der Freiburger Ortsverbandsvorsitzende Alexander Brüske mit Rufzeichen DL1AFA noch zum gemütlichen Grillabend einladen und sich die Funker einem warmen sonnigen Samstag hingeben, mussten sie sich am Sonntag den ergiebigen Regenmassen ergeben. Letztendlich aber mit der positiven Erkenntnis: Egal, welche Wetterkapriolen, wir sind beim nächsten Fielddaytag wieder mit dabei!    

Horst Garbe, DK3GV, Pressewart des Amateurfunkortsverbandes Freiburg, A 05

 

Peter Eppich (DK6PT, im Fahrzeug) mit seiner speziell für den portablen Funkbetrieb ausgelegten Funkanlage zusammen mit Rainer Kenz (DK3KR) auf dem „Atillafelsen“.

Die Hunnen waren noch nie am Attilafelsen, ihr König Attila auch nicht. Aber die Freiburger Funkamateure jetzt immerhin seit 10 Jahren zum jährlichen SSB-Fieldday am ersten  September-Wochenende .

Bereits am Freitagnachmittag trafen die ersten OMs mit ihrem LKW voller Funkgeräten, Antennen und Proviant ein.  Und gleich darauf kamen auch die ersten Wohwagen und Wohnmobile. Aber an den Aufbau der Antenne war zunächst wegen des heftigen Regens nicht zu denken. Erst mit dem letzten Tageslicht ließ der Regen nach, und so konnte wenigstens noch der erste Mast aufgerichtet werden.

Zum Lohn  hatte Irene DL8GBI, Gast aus A16, ein Bauernvesper vorbereitet, das alles übertraf: Ripple, Blut- und Leberwurst, Lyoner und noch viel mehr zusammen mit einem frischen Bauernbrot waren Grund genug,  bis in den späten Abend beieinander zu bleiben, und anschließend am wärmenden Lagerfeuer bis tief in die Nacht zusammen zu sitzen. Einige OMs kamen als Gäste dazu , unter ihnen der OVV von A16 , Gerold  DL8BBP.

Gleich vorweg: Samstag und Sonntag blieb das Wetter  trocken. So war der Aufbau der Technik mit der Hilfe aller anwesenden OMs schnell gemacht: drei Masten für die große Hauptantenne, drum herum einige kleinere Masten mir KW-Antennen.  Für die UKW-Freunde wurde eine Yagi aufgestellt und für die Kommunikation wurde das WLan aus dem Clubheim mit einer kleinen Schüssel bis zum Attilafelsen verlängert.

Ab 13.00 UTC wurde auf dem Fielddayplatz stiller. Der Contest hatte begonnen. Es gelang die Station 24 Stunden überwiegend mit 2 YLs/OMs zu besetzen. Die Technik arbeitete störungsfrei bis zum Schluss. Am Ende erwarten wir jetzt  ein  Contest-Ergebnis im guten Mittelfeld.

Wer dienstfrei war, traf sich mit Gleichgesinnten zu großen und kleinen Gesprächsrunden, zu kleinen Basteleien oder später zur Runde am Lagerfeuer

So routiniert wie der Aufbau verlief am Sonntag der Rückbau des Fielddayplatzes.

Dank an Irene für das tolle Vesper, die vielen Aktiven YLs und OMs und schließlich der Gemeinde Niederrimsingen für die Überlassung des wunderbaren Fielddayplatzes am Attilafelsen.  (DL1GWO)

 

Frei nach dem Motto "Dabei sein ist Alles" lässt eine kleine Truppe von OM's es sich seit Jahren nicht nehmen am CW-Fieldday teilzunehmen. So wurde auch wieder am 03. und 04. Juni am bewährten Attilafelsen auf dem Tuniberg eine Station errichtet und kräftig in die Taste gehauen und am Ende standen 253 QSO's im Log.

OPs waren Franz DF7GR, Gebhard DK4GZ und Andreas DL6GBL, "Second Ops" waren Felix DL2SF und Marcel DO5TMM.

Zum SSB-Fieldday am 02. und 03. September sind wir übrigens auch wieder am Attilafelsen.