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Die Hunnen waren noch nie am Attilafelsen, ihr König Attila auch nicht. Aber die Freiburger Funkamateure jetzt immerhin seit 10 Jahren zum jährlichen SSB-Fieldday am ersten  September-Wochenende .

Bereits am Freitagnachmittag trafen die ersten OMs mit ihrem LKW voller Funkgeräten, Antennen und Proviant ein.  Und gleich darauf kamen auch die ersten Wohwagen und Wohnmobile. Aber an den Aufbau der Antenne war zunächst wegen des heftigen Regens nicht zu denken. Erst mit dem letzten Tageslicht ließ der Regen nach, und so konnte wenigstens noch der erste Mast aufgerichtet werden.

Zum Lohn  hatte Irene DL8GBI, Gast aus A16, ein Bauernvesper vorbereitet, das alles übertraf: Ripple, Blut- und Leberwurst, Lyoner und noch viel mehr zusammen mit einem frischen Bauernbrot waren Grund genug,  bis in den späten Abend beieinander zu bleiben, und anschließend am wärmenden Lagerfeuer bis tief in die Nacht zusammen zu sitzen. Einige OMs kamen als Gäste dazu , unter ihnen der OVV von A16 , Gerold  DL8BBP.

Gleich vorweg: Samstag und Sonntag blieb das Wetter  trocken. So war der Aufbau der Technik mit der Hilfe aller anwesenden OMs schnell gemacht: drei Masten für die große Hauptantenne, drum herum einige kleinere Masten mir KW-Antennen.  Für die UKW-Freunde wurde eine Yagi aufgestellt und für die Kommunikation wurde das WLan aus dem Clubheim mit einer kleinen Schüssel bis zum Attilafelsen verlängert.

Ab 13.00 UTC wurde auf dem Fielddayplatz stiller. Der Contest hatte begonnen. Es gelang die Station 24 Stunden überwiegend mit 2 YLs/OMs zu besetzen. Die Technik arbeitete störungsfrei bis zum Schluss. Am Ende erwarten wir jetzt  ein  Contest-Ergebnis im guten Mittelfeld.

Wer dienstfrei war, traf sich mit Gleichgesinnten zu großen und kleinen Gesprächsrunden, zu kleinen Basteleien oder später zur Runde am Lagerfeuer

So routiniert wie der Aufbau verlief am Sonntag der Rückbau des Fielddayplatzes.

Dank an Irene für das tolle Vesper, die vielen Aktiven YLs und OMs und schließlich der Gemeinde Niederrimsingen für die Überlassung des wunderbaren Fielddayplatzes am Attilafelsen.  (DL1GWO)

 

Mit modernster Technik auch im Notfall auf Sendung

Die Mitglieder des DARC Ortsverbands Freiburg (A05) hatten am Freitag, den 1. Dezember, zur Vorstellung verschiedener  Notfunkkofferprojekte in das „Walter-Pfister-Clubheim“ auf dem Gelände des Freiburger Flugplatzes eingeladen. Weit über 40 Funkfreunde aus dem Breisgau hatten sich eingefunden, um den spannenden Vorträgen der sechs Notfunkspezialisten zu lauschen und die von ihnen mitgebrachten Gerätschaften zu begutachten.

Das mehr als gut besuchte Clubheim der Freiburger Funkamateure.

Viel Funk auf wenig Raum

Markus Wallschlag mit Rufzeichen DH5WM begrüßte die Gäste und freute sich, so zahlreiche Referenten für

den Abend gefunden zu haben. Der stellvertretende Ortsverbandsvorsitzende Axel Lehmann (DG3AL) machte deutlich, dass die „Go-Box“, also der Notfallkoffer, zu weitaus mehr geeignet ist, als damit in einer Notsituation drahtlos Hilfe herbeirufen zu können. So eignet sich ein solcher Koffer vorzüglich zum Verreisen oder aber auch für schnell aktivierten Funkbetrieb von den Bergen, als „Summits on the Air“ bekannt. Auch gab Lehmann Tipps auf interessante das Thema betreffende Webseiten, so unter anderem www.dg0kf.de/portabelfunkkoffer/ oder www.darc.de/der-club/distrikte/c/ortsverbaende/10/notfunk/funkkoffer/.

Mit modernster Technik für den Notfall gewappnet

Der Notfunkbeauftragte des Freiburger Ortsverbandes, Alexander Brüske (DL1AFA) machte deutlich, das in Zusammenarbeit mit den Ortsverbänden Rottweil (P10) und Tuttlingen (P13) jährlich regional übergreifende Notfunkübungen stattfinden. Szenarien von Sturmschäden, Stromausfällen und anderem Katastrophen werden durchgespielt, bei denen dann die Funkamateure mit ihrem portablen Sende- und Empfangsequipment den Hilfebedürftigen zur Seite stehen. Dieses Equipment stellten Brüske und seine Mitstreiter Alexander Günter (DG9GAG), Axel Lehmann (DG3AL), Karl-Heinz Krawcyk (DL1GKK), Siegfried Frank (DF3GF) und Markus Wallschlag (DH5WM), im Detail vor. Insbesondere lag das Augenmerk auf der Stromversorgung. Zwischen dem altbekannten Bleiakku über die Solarzelle bis hin zum Stromaggregat reichte die Auswahl. Bei der Geräteauswahl kamen moderne Geräte von den Amateurfunkgeräteherstellern zum Einsatz, mal für Kurzwelle, mal für UKW-Aussendungen sowie Geräte, die sämtliche Frequenzen bedienen. Der Eigenbau lag in der Hauptsache bei den geschaffenen stabilen Gehäusen, dem Umbau der aus den Baumärkten bekannten Koffern sowie der kompletten fachgerechten Verdrahtung der Gerätschaften. Neben dem Sprechfunk kamen auch die modernen digitalen Datenübertragungsverfahren, die das altbekannte Fernschreiben ergänzen, zum Einsatz. Denn Computer/Notebooks haben mittlerweile eine durchaus für Notfunkkoffer respektable Größe erreicht. Zudem fehlte auch der Hinweis auf geeignete Antennen für Kurzwelle und UKW-Anwendungen nicht. Sogar ein kommerzielles Gerät aus ehemaligen Bundeswehrbeständen hatte den Weg ins Clubheim gefunden und die Funker staunten nicht schlecht, mit was für einem „Riesenteil“ und was für einem Gewicht sich die Soldaten vor einigen Jahrzehnten noch quälen mussten. Dafür sind diese Geräte aber auch mehr als stabil!

Humorvoll nahm Andreas Schwabe (DL8GBS) unter fachlicher Anweisung von Axel Lehmann (DG3AL) das schwere Militärequipment zur Vorführung auf den Rücken und gab unter dem Beifall der Anwesenden fast schon einen Astronauten ab!

In der Not hilft die drahtlose Kommunikation

Alles in allem eine nicht nur eine technisch interessante Vorführung, sondern auch faszinierend, einmal in die Welt der aktiven Notfunker Einblick erhalten zu haben. Und wie sagte Alexander Brüske so treffend: „Notfunk beginnt schon beim Handfunkgerät!“ Wohl dem, der dies immer bei sich trägt – man weiß ja nie... Mehr zu den Freiburger Funkamateuren unter http://wp.dk0fr.de/.

Horst Garbe, Pressewart des Amateurfunkortsverbandes Freiburg, A 05

Alexander Günther (DG9GAG), Axel Lehmann (DG3AL), Karl-Heinz Krawcyk (DL1GKK), Siegfried Frank (DF3GF) und Markus Wallschlag (DH5WM, von links) überzeugten mit professionell selbstgebautem Notfunkequipment!

 

 Die Zustimmung der gezeigten Personen liegt vor.

Viele Funkamateure beschäftigen sich unter anderem mit dem Bau von (Not-) Funkkoffern.
Mit ihrer Ausrüstung sind sie in der Lage bei einem Ausfall der Kommunikationsnetze mit ihrer eigenen Funktechnik in kurzer Zeit einzuspringen, letztendlich auch den professionellen Organisationen zur Seite zu stehen.
Außerdem ist solch eine kompakte und transportable Funkstation auch für den portablen Betrieb unterwegs im Auto oder im Urlaub hervorragend geeignet.

Dabei entstehen die unterschiedlichsten Konzepte für verschiedene digitale oder analoge Betriebsarten, sowohl für Kurzwelle als auch für die Ultrakurzwelle.

Am 1. Dezember möchten fünf Mitglieder ihre Funkkoffer vorstellen sowie ihr Wissen und ihre Erfahrungen mitteilen. Beginn 20h.

73 de Axel, DG3AL

Am vergangenen Samstag trafen sich viele OM's um das Clubheim wieder auf Vordermann zu bringen. Es wurde innen kräftig geputzt und aufgeräumt und aussen wurden die in die Jahre gekommenen Bierbänke abgeschliffen und neu lackiert und die Lagermöglichkeiten unter dem Clubheim bekamen neue Abdeckungen.

Zum Mittag gab es dann noch eine kleine Stärkung mit Wiener und Kartoffelsalat. Allen beteiligten OM's ein dickes Dankeschön.